Zuletzt gemerkte Beiträge
Anmeldung erforderlich Sie haben bereits einen Zugang?
Zur Anmeldung

Sie sind neu hier?
Registrierung starten
Inhalte merken Klicken Sie auf das Pin-Symbol, um sich Rezepte oder Tipps zu merken.
Sie finden die gemerkten Inhalte dann hier.

MEIN
ALDI INSPIRIERT

Sie sind angemeldet als

Mit den unten stehenden Links können Sie Ihre Profileinstellungen bearbeiten oder sich abmelden.

Einstellungen Abmelden
Login
Bitte geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort an und klicken auf den Button „Login“, um sich einzuloggen.
Beitrag auf die Merkliste setzen
Beitrag von der Merkliste entfernen

Geheimsnissvolle Osterinsel

aldi-inspiriert-reisen-osterinsel.jpg

Mitten im Pazifik, 3700 Kilometer vom chilenischen Festland entfernt, liegt die sagenumwobene Osterinsel. Bekannt ist sie für die einzigartigen steinernen Statuen, die weit verteilt in der Insellandschaft stehen und Forschern bis heute Rätsel aufgeben. Wer die Osterinsel besucht, taucht ein in die mythische Welt einer untergegangenen Kultur.   

Cook’s Eintrag ins Logbuch

Der Seefahrer James Cook hatte keine gute Meinung von der Osterinsel, als er sie vom 13. bis 17. März 1774 besuchte: „Keine Nation wird je für die Ehre kämpfen, die Osterinsel erforscht zu haben, zumal es kaum ein anderes Eiland im Meer gibt, welches weniger Erfrischungen bietet und Annehmlichkeiten für die Schifffahrt denn dieses“, schrieb er in sein Logbuch.

Steinbruch am Rande des Vulkans

1005101778
Vulkan Rano Raraku

Diese Ansicht teilen die 116.000 Touristen nicht, die jährlich die etwa 170 Quadratkilometer große Insel besuchen. Sie kommen, um das geheimnisvolle Erbe der ursprünglich aus Polynesien stammenden Siedler zu bestaunen, die Moai. Diese bis zu zehn Meter hohen, durchschnittlich 12,5 Tonnen schweren Figuren mit menschlichen Zügen – auffällig sind die großen Nasen und langen Ohren – entstanden ab ca. 400 n. Chr. am Rande des Rano Raraku, einem von drei erloschenen Vulkanen. Die Rapanui, wie sich die ersten Bewohner nach dem Namen für das Eiland nannten („Rapa Nui“, „Große Insel“), stemmten hier jahrhundertelang die Statuen aus dem Tuffstein und verteilten sie anschließend über die Insel. Ob die Moai große Häuptlinge der Inselbewohner darstellen, ob sie Götter oder Ahnen abbilden, ist bis heute nicht bekannt. Möglicherweise bewachten sie Grabkammern.   

An ihrem Bestimmungsort erhielten die Moai Augen

Ungeklärt bleibt auch, mit welchen Mitteln die Rapanui diese Schwergewichte transportierten: Ob auf Schlitten, rollenden Baumstämmen oder an Seilen schaukelnd Schritt für Schritt. An ihrem Bestimmungsort wurden die Skulpturen mit dem Rücken zum Meer auf mörtelfrei gemauerte breite Sockel gestellt, sogenannte Ahus. Hier erhielten sie offenbar auch Augen aus Korallenkalk mit einer Iris aus roter Gesteinsschlacke. Manche Statuen trugen hutähnliche Kopfbedeckungen, die aus dem Puna Pau stammen, einem weiteren vulkanischen Steinbruch. 

Die Statuen verloren ihre Bedeutung für die Inselkultur 

Etwa 1000 Figuren entstanden im Laufe der Zeit. Fast 400 von ihnen befinden sich am Vulkan Rano Raraku und in dessen Krater – einige fertig gemeißelt, andere erst in der Entstehung begriffen. Denn auch das ist eines der großen Geheimnisse der Osterinsel: Die Arbeiten an den monumentalen Moai endeten schlagartig und wurden nie wieder aufgenommen. Innerhalb weniger Jahrzehnte ging auch ihre Bedeutung für die Inselkultur verloren, wie Reiseaufzeichnungen belegen. Die Sockel waren zerstört, die Statuen fand man umgestürzt. Über die Gründe hierfür gibt es verschiedene Thesen, die von Kriegseinwirkungen bis zu Naturkatastrophen reichen.

Unterkünfte und Einkaufsmöglichkeiten auf der Insel 

601954568
Zeremonie Anlage Ahu Tongariki

Heute sind viele der kolossalen Moai-Steinfiguren wieder aufgestellt und die Anlagen restauriert. Wer die lange Reise zur Osterinsel auf sich nimmt – der Flug von Santiago de Chile zur Osterinsel dauert fünf Stunden –, kann atemberaubende Entdeckungen machen. Bei der Planung der Reise empfiehlt es sich, vorher einen Blick auf die Karte zu werfen. Unterkünfte gibt es vor allem in und um den Hauptort Hanga Roa. Manche Attraktionen wie der Vulkan Rano Raraku oder die größte Zeremonie-Anlage auf der Osterinsel, der Ahu Tongariki mit seinem beeindruckenden Moai von 14 Meter Höhe, sind von hier aus am besten mit dem Mietwagen zu erreichen. Beide Ziele liegen im äußeren Südwesten der Insel. Zur Anlage Ahu Tahai gelangt man hingegen gut zu Fuß und andere archäologische Stätten, wie etwa den Ahu Vinapu, können Besucher auch mit dem Fahrrad ansteuern. Je weiter der Weg vom Hauptort Hanga Roa fort führt, umso wichtiger wird der Proviant, denn Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants gibt es nur dort. 

Das Britische Museum soll seine Skulptur zurückgeben 

Die berühmten Rongorongo-Schrifttafeln der Rapanui, auch sie noch voller Rätsel, werden heutzutage in aller Welt erforscht – nur nicht auf der Osterinsel. Trotz dieser fehlenden Ausstellungsstücke lohnt ein Besuch des Rapa Nui Museums nördlich von Hanga Roa, das womöglich demnächst um ein besonderes Exponat reicher wird: Das chilenische Außenministerium unterstützt den Wunsch der Bevölkerung, den Moai aus dem Britischen Museum wieder in seine alte Heimat zurückzuführen. Die 2,4 Meter hohe Skulptur gelangte 1868 durch die britische Marine als Geschenk für Queen Victoria nach Großbritannien. Die Rapanui nennen sie „Hoa Hakananai’a“. Übersetzt bedeutet das „versteckter Freund“.

Weitere traumhafte Reiseziele finden Sie auch auf ALDI Reisen.