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Wie und warum mein Kind ein Waldkindergartenkind wurde

Ein Konzept, das aus Skandinavien zu uns nach Deutschland gekommen ist. 

Als wir aus der Großstadt rauszogen, war mein Kind bereits zweieinhalb Jahre alt. Bis dahin hatten wir noch keinen Kindergartenplatz für ihn, weil wir einfach keinen fanden. Raus aus der Stadt wurde es für uns nicht leichter einen Kindergartenplatz zu finden. Wir schauten uns nach Alternativen um und wurden bei einem Waldkindergarten fündig. Ein Konzept, das aus Skandinavien zu uns nach Deutschland gekommen ist.

Wir bewarben uns auf einen Platz, denn mein Sohn verlangte zu Hause immer mehr nach sozialen Kontakten. Aufgrund der Nähe zum Waldkindergarten bekamen wir dort auch recht schnell eine Zusage vom Träger. 

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Ich bin ganz ehrlich, wir nahmen sie mit Freude und Skepsis entgegen. Der Waldkindergarten zeichnet sich dadurch aus, dass die Kinder, die meiste Zeit ohne Dach über dem Kopf verbringen. Sprich – in Wald und Wiesen. Hier machen sie ihre Erfahrungen. Daher sind die Betreuungszeiten meistens auch nicht allzu lang. Bei uns geht der Kindergarten gerade einmal bis 13:15 Uhr und das ohne Mittagsessen. Es gibt aber inzwischen auch Waldkindergärten, die warmes Essen für die Kinder und Betreuungszeiten bis 15 Uhr anbieten.

Abenteuer Waldkindergarten

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Allein diese Betreuungszeiten waren allerdings schon ein Grund für uns, erst mal über die Zusage zu schlucken, denn Arbeiten gehen ist mit diesen Betreuungszeiten wirklich schwierig. Wir haben das große Glück Großeltern in der Nähe zu haben, die den kleinen Mann auch ab und zu abholen. Durch Gespräche und Kompromisse mit der ganzen Familie fanden wir eine Lösung, um uns auf das Abenteuer Naturkindergarten einlassen zu dürfen.

Heute, nach fast zwei Jahren, kann ich mir ehrlich gesagt nichts Anderes für meine Kinder mehr vorstellen. Es ist herrlich. Die Feste mit uns Eltern sind bezaubernd. Die Waldpädagogik inspiriert uns Eltern, neue Wege mit unseren Kindern auch Daheim auszuprobieren und der Umgang mit den Kindern im Kindergarten selbst ist herrlich. 

 

Vorteile am Waldkindergarten

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Ich finde es so schön, dass morgens keine Türen ins Schloss fallen, sondern sich meine Kinder an Rutschen und Schaukeln, die an Bäumen aufgehängt sind , austoben dürfen. Es gibt einen Bioladen zum Einkaufen in dem sie spielen können, und im Bauwagen wird auch immer etwas zum Basteln und Lesen angeboten. 

Nach dem Morgenkreis geht es raus in den Wald. Gemeinsam wird überlegt, wohin sie laufen möchten, um dort zu frühstücken und zu spielen. Nach dem Essen wird dort gespielt, gebaut, geschaukelt oder es werden Zelte aus Holz aufgestellt. Ab und an machen sie sogar ein Lagerfeuer und brutzeln dort Kartoffeln. Einmal in der Woche kommt die Musikschule in den Waldkindergarten. An diesem Tag verbringen sie die meiste Zeit am Bauwagen, bauen aus Naturmaterialien Musikinstrumente und singen Jahreszeiten angepasste Lieder und studieren kleine Auftritte ein. 

 

Vorschule im Waldkindergarten

Ich bekam am Anfang oft die Sorgen von den Großeltern mitgeteilt, dass sie Angst hätten, die Kinder würden nicht ausreichend auf die Schule vorbereitet, dabei besagen inzwischen viele Studien genau das Gegenteil. Die Vorteile der freien Natur liegen auf der Hand: Die Kinder sind gesundheitlich fitter und besitzen ein stärkeres Immunsystem. Durch das Nutzen von Gegenständen aus der Natur als Spielzeug wirkt sich das Spielen positiv auf die Sprache aus, da sich die Kinder mehr untereinander über Bedeutung und Gegenstände austauschen. Zudem werden die Fein- und Grobmotorik extrem geschult im Wald. Durch die freie Natur ist der Lärmpegel als solches sehr gering für alle im Waldkindegarten, was zu weniger Stress bei Kindern führt. Das sind so die Vorteile, die ich in einer Studie gefunden habe. (Warmbold 2002)

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Wer keinen reinen Kindergarten im Wald wünscht, die Vorteile der Natur aber zu schätzen weiß, für den gibt es Kindergärten, die durch ganze Tage im Wald oder Waldgruppen an die positiven Aspekte vom Waldkindergarten anknüpfen. Der Wald und die damit verbundenen Erfahrungen von Kindern im Bereich Natur und eigener Weiterentwicklung sind wirklich kaum zu beschreiben für Außenstehende. Unser Sohn hat sich wirklich wunderbar entwickelt in den letzten Jahren, und das, obwohl er ohnehin schon sehr sensibel ist. Durch die kleine Gruppe von maximal 15 Kindern mit drei Erziehern ist es diesen möglich, jedes Kind mit seinen eigenen Facetten und Grundbedürfnissen im Blick zu behalten. Das schätze ich sehr an unserem Kindergarten. Es findet ein Austausch auf Augenhöhe statt. Auch zwischen Eltern und Erziehern. 

Meine persönliche Meinung nach zwei Jahren Erfahrung

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Da für mich kein anderer Kindergarten mehr in Betracht kommt, wird auch meine kleine Maus ab dem Sommer diesen Waldkindergarten besuchen. Ich finde, es gibt nichts Besseres als die freie Natur, obwohl sich dafür vieles für uns im Alltag mit Kind schwieriger gestaltet. Es ist die Mühe wert, so denke ich.