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Wenn Geschwister sprechen lernen

Mein Highlight der letzten Tage möchte ich gerne mit Euch teilen. Carls erste Wörter. Nachdem endlich alle Zähne heraus gewachsen sind, ist sein Sprachzentrum aus dem Standby Modus erwacht. Plötzlich sprudelt es neue Wörter. Es sei dazu gesagt, dass seine große Schwester mit 18 Monaten schon bei den zwei Wort Sätzen angekommen war. Mit Sicherheit wird er aufholen. In zwei Jahren wird es vermutlich Momente geben, in denen ich mir wünsche, dass er weniger auf mich einplaudert. Aber derzeit feiere ich jedes Wort, jeden Fingerzeig und jedes Melodien-nachsummen von ihm. Nur eines hätte ich dabei nicht erwartet.

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Mmma?! Mmma?!“, sagte er und stand vor unserer Haustür. Er zeigte durch das Fenster auf ein silbernes Auto. „Nein, die Oma kommt heute leider nicht“, antwortete ich und realisierte, dass ich mich tatsächlich mit meinem Sohn unterhalte. Meine Mutter fährt ein silbernes Auto. Er hatte sie erwartet, als ein Handwerker vor unserem Haus parkte. Es sind diese Momente, die ich von nun an aufschreibe. Von Marie hatte ich damals auch einige erste Sätze und Wörter notiert.

Die Sprachentwicklung finde ich persönlich mit das spannendste bei meinen Kindern. Selbst heute bemerke ich bei Marie noch viele Feinheiten, die sich ändern. Ja, auch die „bösen“ Wörter aus dem Kindergarten kommen zu Hause an. Aber eben auch Schachtelsätze. Neue Argumentationsketten. Sie hinterfragt Wörter, die sie nicht versteht. Sie hat verstanden, dass Menschen unterschiedliche Sprachen sprechen können. Nein, Mama kann kein Türkisch oder Russisch. Aber Mama muss aufpassen, wenn sie schimpft und flucht, denn die Kinderohren saugen alles auf.

Ich freue mich so, wenn Carl jede „Tüa“ oder „Lampee“ benennt und seiner kleinen Freundin nun den Namen „Lala“ gibt. Die Sprache macht so vieles leichter mit den Kindern.

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Gleichzeitig gibt es wieder mehr preis, welchen Charakter die Kinder haben und welche Interessen. Die Sprache gibt Carls Willen noch mehr Ausdruck. Das ist als Geschwisterkind von großer Wichtigkeit. Womit ich nicht gerechnet hatte? Ähm... ja, eben damit. Mit dem „Mama? Ähm..“, was er original von seiner Schwester nachahmt. Na klar, denn auch sie fördert seine Sprache. Sie animiert ihn, Wörter zu sagen. Er kopiert ihre Laute. Ein bedeutender Unterschied. Marie hat als Erstgeborene das Sprechen nur von ihren Eltern abgeschaut. Bei ihm ist es nun anders. Das führt natürlich auch zu komischen Situationen.

Neulich gab es Streit um ein Spielzeug Auto. Ein Nachbarsjunge wollte gerne Carls Auto testen. Marie war dagegen. Mein Vorschlag, war ebenso verzweifelt wie sinnlos: „Es ist Carls Auto, also frag doch den Carl, ob er es überhaupt braucht, Marie!“. Gesagt, getan. Marie baute sich vor Carl mitsamt Auto auf und fragte: „Carl? Willst Du das Auto haben? Sag mal „JA!““ und Carl antwortete prompt „Ja!?“. Es war wirklich zum Schmunzeln. Aber auch der Startschuss für ein weiteres erzieherisches Aufgabenfeld. Immerhin kann Carl seitdem „Ja“ sagen. Ein kleines Wort mit großer Wirkung.