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Weihnachtsbäckerei mit Kleinkindern – (wie) geht das?

Anne hat früher sehr gerne gebacken. Aber jetzt mit Paul, der erst zwei Jahre alt ist, fragt sie sich, wie das gehen soll. 

Letztes Jahr hat sie gebacken, während er Mittagsschlaf machte. Aber jetzt, wo er in die KiTa geht und sie selbst wieder arbeitet, bleibt nur das Wochenende. Klar, sie könnte ihn mit Papa auf den Spielplatz schicken – aber das wäre schade, denn eigentlich wäre es gemeinsam doch schön?

Vielleicht stellst du dir im Augenblick die gleiche Frage. Oder du hast mit deinen Kindern schon gebacken, und alles ist im Chaos versunken. Ich möchte dir Mut machen, das gemeinsame Backen zu wagen – es kann eine ganz wichtige Lernerfahrung für dich und deine Kinder sein. Ein paar Tipps sollen helfen.

Gute Vorbereitung ist wichtig

Bevor ihr startet solltest du dir die Küche einmal mit den Augen deines Kindes anschauen. Dir ist die Küche vertraut. Du weißt, wo jede Schüssel steht und hast vielleicht sogar das Backrezept bereits im Kopf. Für dein Kind ist die Küche dagegen ein „Abenteuerspielplatz“: es entdeckt jeden Tag etwas Neues, möchte mitmachen und ausprobieren. Nimm dir deshalb einen Augenblick und stelle dir diese Fragen (und weitere, die dir dann bestimmt einfallen werden):

  • Wie kommt es an die Arbeitsplatte?
  •  Welche Geräte sind noch zu schwer, welche kann es gut halten?
  • Gibt es Gefahrenquellen: Was würde z.B. passieren, wenn der Backofen heiß ist oder flüssige Butter auf dem Herd steht?
  • Habt ihr eine Kinderschürze oder Klamotten, die vollgekleckert werden dürfen?
  • und, und, und
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Kinder wollen mitmachen, nicht zuschauen

Kinder wollen auch schon in diesem Alter Verantwortung übernehmen – und du kannst sie dabei unterstützen. Überlege, was dein Kind gerne macht und was es eher langweilig finden könnte. Gelangweilte Kinder quengeln oder machen eher „Blödsinn“ als Kinder, die mit roten Bäckchen und viel Ausdauer ihre Lieblingsförmchen in den Teig drücken dürfen. Aber überlege auch, wie viel du selbst aushalten kannst und wo du wenig Toleranz hast oder die Geduld verlierst. Wenn du z.B. die perfekten Weihnachtsplätzchen für den bunten Teller von Tante Agathe backen möchtest, damit sie sieht, wie wunderbar du als berufstätige Mutter deinen Haushalt im Griff hast, wird es mit der Kleinkindbäckerei eher schwierig. Wenn du aber besonders originelle und kreativ verzierte Plätzchen verschenken möchtest, wird sich Tante Agathe über die gemeinsam produzierten „Kinderplätzchen“ bestimmt sehr freuen.

Kritische Punkte könnten sein:

  • dein Kind findet jedes elektrische Gerät toll, aber du hast Angst, dass es sich verletzt
  • dein Kind möchte auch mal ein Ei aufschlagen, aber du denkst, dass es das Ei fallen lässt und die Masse auf dem Boden klebt
  • dein Kind findet es toll, die Backfläche mit Mehl zu bestäuben, aber du hast Angst, dass dann die ganze Küche hinterher wie eine Schneelandschaft aussieht...
  • usw., usw.
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Damit du nicht ständig „nein“ sagen musst und dein Kind nicht heulend aus der Küche rennt, hier einige Tipps gegen den Stress:

  • Ein Hocker hilft, ebenso eine Schürze, Wischlappen in greifbarer Nähe und vielleicht auch eine eigene kleine Backrolle in Kindergröße.
  •  Räume eine erreichbare Küchenschublade für dein Kind ein, mit Utensilien, die es selbständig nutzen darf und kann.
  • Nehmt euch genügend Zeit, damit die Hektik gar nicht erst aufkommt und ein kleines Missgeschick passieren darf, ohne dass eurer ganzes Wochenende „hinüber“ ist.
  • Fangt mit einfachen Rezepten an, bei denen du viel „Arbeit“ an dein Kind abgeben kannst.
  • Verzichte auf komplizierte Geräte und setze z.B. Schneebesen oder Rührlöffel ein.
  • Gönne deinem Kind „Sinneserfahrungen“: lass es hören, wie feiner Zucker rieselt, tasten, wie weich sich Mehl anfühlt, Vanille oder Zimt erschnuppern und natürlich beim Schüsselauslecken schmecken, wie herrlich bereits der rohe Teig ist!
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Das Wichtigste zum Schluss:

Gönne deinem Kind Lernerfahrungen. Auch, dass etwas schiefgeht ist für dein Kind eine ganz wichtige Erfahrung. Tröste es – und unterstütze es beim nächsten Versuch. Sätze wie „Ich habe es dir ja gleich gesagt!“, oder noch schlimmer: „Das kannst du sowieso nicht!“ entmutigen Kinder und machen sie zu „Küchenmuffeln“. Sie lernen, dass sie ohnehin nichts hinbekommen, sind frustriert und schneller aggressiv als zufriedene Kinder.

Wenn du jetzt das Gefühl hast, dass du zum gemeinsamen Backen weder die Zeit noch die Nerven hast, macht es wenig Sinn. Zum Glück kommt Weihnachten nächstes Jahr wieder – und dann ist bestimmt schon wieder alles ganz anders. Hab Geduld mit deinem Kind – aber auch mit dir selbst.

Eine schöne Vorweihnachtszeit wünschen dir Rose Volz-Schmidt und das Team von ElternLeben.de. Schau doch mal vorbei!