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Warum, warum? Wenn das Kind Fragen über Fragen stellt!

„Mama, warum ist da ein Bagger?“

„Weil hier eine Baustelle ist“

„Warum ist hier eine Baustelle?“

„Weil eine U-Bahn gebaut wird“

„…“

„Warum hat der Bauarbeiter eine orangene Jacke an?“

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Unser 2,5-jähriger Sohn steckt derzeit mitten in der Warum-Phase. So herzig es auch ist, ganz ehrlich, manchmal denke ich, ich werde verrückt. Ja, die vielen Fragen können mich fast in den Wahnsinn treiben. Teilweise brummt das „Warum“ nur so in meinem Kopf und ich höre mich genervt „weil“ sagen. Und das, das möchte ich eigentlich absolut gar nicht!

Aber wie geht man am besten mit der Warum-Phase eines Kindes um, ohne selbst dabei verrückt zu werden?

Fest steht, jedes Kind wird diese Phase durchlaufen. Meist um den dritten Geburtstag herum. Manche Kinder sind etwas früher, manche ein wenig später. So wie das eben ist, bei allen Entwicklungsschritten.

Die Frage-Phase ist für uns Erwachse manchmal wirklich anstrengend, aber für die Kleinen unheimlich wichtig. Von Geburt an erleben und lernen die Kinder tägliches Neues und eines Tages entdecken sie das Fragenstellen für sich. Erhalten sie Antworten, vor allem solche, die für sie befriedigend sind, dann stellen sie immer weiter Fragen. So wird ihnen die Welt stets ein Stück weit begreifbarer. Wir Erwachsene sind also in der Pflicht, die Fragen unseres Kindes möglichst plausibel und genau zu beantworten. Oder etwa nicht?!

Wie gehe ich mit den vielen „Warum“-Fragen meines Kindes um?

Zum einen ist es sehr wichtig, die Fragen der Kinder zu beantworten und nicht (und ja, ich finde es darf auch mal „passieren“) mit einem genervten „weil“ abzutun. Ein simples „weil“ ist für das Kind natürlich nicht zufriedenstellend. Aber es muss auch nicht immer weiter in der Warum-Spirale gehen. Ich habe beispielsweise sehr gute Erfahrung damit gemacht, meinem Sohn den Ball einfach zurück zu spielen. Was ich damit meine, erkläre ich euch am besten an einem Beispiel:

„Warum muss ich die Zähne putzen?“

„Damit Karies und Baktus verschwinden.“

„Warum sollen die verschwinden?“

„Ja weiß denn du, warum die beiden verschwinden sollen?“

„Ja, weil die meinen Zähnen sonst weh tun.“

Das heißt, ich stelle meinem Sohn die Frage schlichtweg zurück. Denn ganz häufig haben die Kinder, wenn sie eine Warum-Frage stellen, bereits eine Antwort im Kopf, welche sie gerne hören möchten. Gibt man ihnen diese nicht, kann das Fragestellen soweit gehen, bis sie eben eine für sie passende Antwort erhalten. Indem man nun die Frage zurückstellt, verkürzt man das Spiel und gibt dem Kind die Chance, Gelerntes wiederzugeben.

Und auf der anderen Seite kann man auch eine Frage zurück stellen, welche vielleicht die zuvor gestellte Frage des Kindes beantwortet. Auch hier einfach wieder ein Beispiel:

„Papa, warum ist der Saft heute rot und nicht gelb?“

„Weil andere Früchte drinnen sind. Welches Obst ist denn rot?“

So hat man einerseits eine Antwort auf die Frage des Kindes gegeben und andererseits direkt eine Frage zurück gestellt, welche das Köpflein des Kindes zum Rattern bringt. Ein bisschen Gehirn-Futter also.

Ich persönlich denke, dass eine gute Mischung von Antwort geben und Frage zurück stellen ein sehr guter Weg ist, um die Warum-Phase des Kindes gemeinsam gut zu meistern. Denn ganz wichtig, unsere Kinder möchten uns mit all den zahlreichen „Warum“ und „Wieso“ Fragen auf keinen Fall nerven oder gar provozieren. Ganz im Gegenteil, sie wollen das neu erlernte Fragestellen anwenden, verbessern und zeigen.

Und falls man mal keine Antwort auf eine Frage hat, dann darf man auch ganz klar und einfach sagen: „Das weiß ich auch nicht“. Sollte das Kind nun unzufrieden sein, kann man einfach anbieten: „Wir fragen nachher XY, vielleicht weiß sie/er das ja“.

Auch wenn ich hin und wieder, wie oben bereits erwähnt, ein wenig genervt von all den Fragen meines Kindes bin, so bin ich doch vor allem eines, nämlich unheimlich stolz. Ist es nicht wunderbar, wie wissbegierig die Kleinen sind? Mit welchem Interesse und welcher Leidenschaft sie Dinge hinterfragen, Neues lernen, alles aufsaugen, stolz präsentieren und so unser Herz hüpfen lassen.

„Bis bald“

„Warum bis bald?“

„Weil ich gerne für Euch schreibe“

Frauke