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Warum ich mich selbst weiter achten möchte

Als Bloggerin bekomme ich verschiedenste Kommentare. Interessante, liebe Wünsche, gute Tipps oder Denkanstöße.

Als Bloggerin bekomme ich verschiedenste Kommentare. Interessante, liebe Wünsche, gute Tipps oder Denkanstöße. Hin und wieder sind auch Kommentare dabei, die mich wach rütteln. Nicht, weil ich mich bei irgendwas ertappt fühle. Sondern weil ich denke, dass in unserer Social Media geprägten realen Welt nicht alles perfekt sein muss. Die Kinder sind nicht unsere Projekte, die perfekt betreut, optimiert und auf ein Podest gestellt werden müssen. Natürlich liefere ich mit meinen Inhalten auch manchmal Bilder, die nicht jedermanns Geschmack sind. Ich versuche aber, die Frauen zu stärken. Ideen weiter zu geben, die ihren Alltag vielleicht vereinfachen oder erleichtern. Der Kommentar, den ich im Herbst unter ein Bild bekam, regte mich sehr auf.

Wir waren bei unserem traditionellen Weihnachtsdeko-Shopping. Ein Erlebnis, das unsere kleine Familie alljährlich in eine blinkende, glitzernde Weihnachtswelt versetzt. Ein paar Stunden Bummeln, anschließend ungesundes Fast Food Essen für alle und ein paar Mitbringsel für die Weihnachtszeit. Mein Mann und ich mögen das sehr. Ein Bild davon stellte ich auf Instagram. Der Kommentar einer Dame darauf zielte nun so ab, dass unser Ausflug nicht den Bedürfnissen der Kinder entspricht. Sie ging noch weiter: Bei ihr kommen die Kinder zuerst!

Meine Antwort dazu: Bei mir stehen die Kinder nicht an erster Stelle. Das halte ich auch nicht für sinnvoll. Ich will auch gerne erklären, warum ich das so sehe. Ich begleite die Kinder ein Stück auf ihrem Weg. Wenn sie das Haus einmal verlassen, sollen sie gelernt haben, ein eigenes glückliches Leben zu führen. Sei es durch Karriere, Hobbys, Leidenschaften oder Kreativität. Sie sollen dann nicht mehr die Mama an ihrer Seite haben, die ihnen zeigt, was sie glücklich macht. Kinder lernen durch Vorbilder. Ich will ihnen vorleben, was ich mache um glücklich zu sein.

Sie sollen sehen, dass Mama und Papa auch mal alleine ausgehen. Sie müssen lernen, dass auch Mama mal abends ohne sie mit einer Freundin ausgeht. Sie sollen erkennen, dass Mama und Papa auch eigene Interessen haben. Sie dürfen unterscheiden, zwischen ihren und den Vorlieben ihrer Eltern. Das lernen sie aus meiner Sicht jedoch nicht, wenn sich die Eltern aufgeben. Wenn wir jede freie Minute am Wochenende auf dem Spielplatz oder in der Turnhalle verbringen um sie glücklich zu machen. Das Leben der Eltern und deren Bedürfnisse sind ebenso wichtig.

Natürlich machen wir viel für die Kinder. Jede Mutter macht viel für ihr Kind. Meist 7 Tage die Woche und rund um die Uhr. Das machen wir, weil wir sie lieben. Wir unterstützen sie, ermutigen sie und fahren sie zu Freunden oder Fußballturnieren. Aber steht deshalb das Kind bei mir an erster Stelle? Nein. Wenn mir jemand anbietet: Möchtest Du in Ruhe einen Kaffee trinken oder mit Deinem Kind auf den Spielplatz? Ich würde mich definitiv für ein Heißgetränk entscheiden. Warum? Weil ich dann entspannter und mit mehr Ruhe wieder in den Familienalltag zurückkehre.

Gerade in der Welt, wo Kinder schnell mit sozialen Medien in Kontakt treten. Wo sie diverse „Vorbilder“ über die Bildschirme flimmern sehen. Gerade dann finde ich es wichtig, im realen Leben spürbar zu machen, was uns als Menschen glücklich macht. Sei es ein aus Kindersicht langweiliger Besuch beim Patenonkel oder das Bummeln durch Weihnachtsdekoration. Das Kind wird davon profitieren. Und wenn es ein Sonntag im Jahr ist, auf den die Eltern sich freuen, dann können die Kinder gut und gerne mitziehen.