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Über den errechneten Termin und wann das Baby kommt

Kaum ist der Schwangerschaftstest positiv, stellt sich die Frage, wann das Baby kommt. Frau kann es selbst grob ausrechnen - eine Schwangerschaft dauert im Durchschnitt 268 Tag beziehungsweise 40 Schwangerschaftswochen. Wer es mit weniger Rechnen herausbekommen möchte, nutzt einen im Internet zu findenden „Geburtsterminrechner“. Dort gibt frau den ersten Tag der letzten Periode ein und bekommt dann einen möglichen ET genannt. Der ET ist der so genannte Errechnete Termin für die Geburt des Babys. Spätestens beim ersten Besuch bei der Hebamme oder dem Frauenarzt wird dieser dann auch offiziell berechnet und dokumentiert. Dieser kann von dem selbst errechneten Termin abweichen, da die Fachfrauen und -männer zusätzlich weitere Aspekte bei der Berechnung mit einbeziehen. So ist die Dauer der Zyklen der Frau relevant, beim Ultraschall wird die Entwicklung des Embryos mit einberechnet und wenn der Tag der Zeugung bekannt ist, wird auch dieser berücksichtigt.

Der errechnete Termin ist nicht der Geburtstermin, wofür er  manchmal gehalten wird, denn der Geburtstermin ist bis zur Geburt nicht bekannt. Hierbei handelt es sich um den  Tag der Geburt und der ist selbst bei einem geplanten Kaiserschnitt erst dann endgültig bekannt, wenn das Kind auf der Welt ist. (Denn auch wenn wir einen Kaiserschnitt planen, heißt das nicht, dass alle Kinder den gleichen Plan haben…)

Auch wenn der errechnete Termin ein einzelner Tag ist (z.B. der 24. Oktober) heißt das nicht, dass das Kind genau an diesem Tag geboren werden wird. Im Gegenteil. Die statistische Wahrscheinlichkeit, dass das Kind an diesem Termin geboren wird, liegt bei unter 5%. Stattdessen gibt es einen Zeitraum, in dem das Kind sehr wahrscheinlich auf die Welt kommt. Dieser Zeitraum beginnt 14 Tage vor dem errechneten Termin und reicht bis 14 Tage danach. Diese vier Wochen stellen den normalen Zeitrahmen dar. Ein Kind, welches in dieser Zeit geboren wird, ist weder „zu früh“ noch „zu spät“. Stattdessen ist es entweder vor dem errechneten Termin geboren oder danach. Wird es vor diesem Zeitraum geboren, ist es ein Frühgeborenes, wird es nach Ablauf dieser Zeit geboren, ist es übertragen. Der errechnete Termin ist also ein Mittelwert und damit ein Anhaltspunkt, jedoch kein genaues Geburtsdatum.

Gerade am Anfang der Schwangerschaft, wo noch so vieles ungewiss und nicht bekannt ist, der Bauch noch flach und nach außen hin wenig sichtbar ist, scheint der errechnete Termin eine greifbare Sicherheit und Orientierungs-möglichkeit darzustellen. Etwas, woran wir uns gerne festhalten möchten. So bekommt er  eine große Relevanz und eine Schwangere hört in der Schwangerschaft nur allzu oft die Fragen: „Und, wann ist es so weit?“ oder „Wann kommt das Baby denn?“ zu hören. So passiert es nur allzu leicht, dass man sich so sehr auf dieses Datum fixiert, dass manche Frau völlig überrumpelt ist, wenn das Kind dann bis zu 14 Tage vor dem Termin kommt. Sie kann das Gefühl haben, dass es noch „zu früh“ sei. Oder anders herum: lässt das Kind sich seine Zeit, nutzt den Geburtszeitrahmen aus und macht sich erst nach dem errechneten Termin auf den Weg, fällt es vielen Familien schwer, geduldig und gelassen zu bleiben.

Doch eines steht fest: das Kind wird dann geboren, wenn es so weit ist. Und was wir uns immer wieder klarmachen können: Unsere Berechnung des Termins interessiert unsere Kinder nicht. Sie haben keine Ahnung von Zahlen, Wochentagen und Monaten. Sie sind völlig frei davon und kommen deswegen auch nie zu spät oder zu früh. Sie kommen genau dann, wenn die Zeit reif ist.

Wovon es abhängt, wann die Geburt beginnt und welche Mechanismen dahinter stehen, ist bis heute nicht endgültig erforscht, doch bekannt ist, dass das Kind selbst eine entscheidende Rolle dabei spielt. Es setzt Hormone frei, die in die mütterliche Blutbahn übergehen und dem mütterlichen Körper signalisieren, dass es so weit ist.

Um den Stress um den errechneten Termin („Warum ist das Baby denn immer noch nicht da? Müsste es nicht schon da sein? Der Termin war doch schon gestern?“) im Vorfeld zu vermeiden, ist es eine Möglichkeit, sich selbst und allen Angehörigen und Freunden klarzumachen, dass es nicht „den einen“ Tag gibt, zu dem das Kind erwartet wird, sondern einen Zeitrahmen von vier Wochen, in dem das Kind wahrscheinlich geboren wird. Es kann eine große Entspannung bringen, nicht den errechneten Termin zu nennen, sondern eine Zeitspanne wie etwa: „Voraussichtlich irgendwann im Oktober, spätestens Anfang November wird es wohl kommen, ganz sicher dann, wenn es so weit ist!“