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Traditionen und Bräuche zum Karneval

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Als Karneval, Fasching oder Fastnacht werden die närrischen Tage vor der christlichen Fastenzeit bezeichnet. Und währen die Vorläufer des Karnevals mit seinen turbulenten Umzügen bereits vor ca. 5000 Jahren in Mesopotamien für Stimmung sorgten, wurde das Brauchtum in Deutschland im Mittelalter erstmals schriftlich erwähnt. In der langen Geschichte des Karnevals haben sich viele kuriose Bräuche und Traditionen herausgebildet. Gehen Sie mit uns auf eine kleine Reise durch die Regionen. 

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Köln: Schuld ist immer der Nubbel

Zumindest im Kölner Karneval wird diesem Sündenbock jede Verfehlung der Feiernden in die Schuhe geschoben. Dienstagnacht wird die lebensgroße Puppe, die während der närrischen Zeit vorzugsweise über Gaststätteneingängen hängt, dann feierlich verbrannt. Während des vorausgehenden Trauerzugs bestätigt die Gemeinde mehrfach lautstark: „Dä Nubbel es et schuld!“ Dieser Sündenbock-Brauch reicht im Kölner Raum bis ins späte Mittelalter zurück. 

Die Freude an den tollen Tagen ist in der rheinischen Karnevalshochburg bis heute ungebrochen. Sobald „Kölle alaaf!“ ertönt, ist Frohsinn angesagt. An Weiberfastnacht haben die Frauen das Sagen und versammeln sich auf dem Alten Markt. Wer es gruselig mag, kann am Karnevalssamstag Teil des Geisterzugs werden, der durch die Stadt zieht. Hier sind besonders ausgefallene Kostüme und bunte Samba-Gruppen zu sehen. Am Sonntag ziehen traditionell die Kölner Schulen und Stadtviertelvereine durch die Straßen. Höhepunkt des Kölner Karnevals ist aber der Rosenmontagszug, der in der Kölner Südstadt beginnt.

 

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Mainz: Frech wie Eulenspiegel

In Mainz wird die Erinnerung an den pfiffigen Till Eulenspiegel hochgehalten. Die Figur des geistreichen Narren, der Politiker und Offizielle humorvoll aufs Korn nimmt, ist ein Markenzeichen der Karnevalshochburg. Bei Saalveranstaltungen steht der scharfsinnige Schelm mit Narrenkappe immer wieder auf der Bühne und hält den Oberen den Spiegel vor. Neben der Parade der närrischen Garden ist der „Tanz auf der Lu“ – der Mainzer Ludwigsstraße – eine weitere Besonderheit der Mainzer Fastnacht. Und Tausende Besucher bestaunen die satirischen Themenwagen des legendären Rosenmontagsumzugs.

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Bonn: Rabiate Waschfrauenprinzessin

Aus einer legendären Karnevalsrevolte der Beueler Waschfrauen 1824 entstand der Brauch der Frauen, am Donnerstag vor Karneval nicht die Wäsche, sondern die Männer „in die Mangel zu nehmen“. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts stürmt außerdem die „Wäscherprinzessin“, die seit 1958 jedes Jahr gewählt wird, zusammen mit den Frauenkomitees der Stadt an Weiberfastnacht das Rathaus des Bonner Stadtteils Beuel.

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Düsseldorf: Aufrührer aus dem Senftopf

In Düsseldorf ist das „Hoppeditzerwachen“ das Startzeichen für die heimischen Narren: Auf dem Marktplatz vor dem dortigen Rathaus erwachte der Legende nach nämlich vor Urzeiten der Erzschelm Hoppeditz und stieg aus einem Senftopf auf. Mit einer frechen Rede fordert der Wiedergänger dieses Schelms Jahr für Jahr den Oberbürgermeister zum närrischen Wortgefecht heraus und läutet die Düsseldorfer Karnevalszeit ein. Am Aschermittwoch wird der Anführer der Düsseldorfer Jecken dann unter Wehklagen symbolisch eingeäschert. 

 

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Die fünfte Jahreszeit wird in Düsseldorf mit Enthusiasmus gefeiert. Am Karnevalssonntag treffen sich Tausende Besucher auf der Düsseldorfer Königsallee und in der Altstadt. Zudem haben sich auch viele kleinere „Veedelszoch“­Umzüge in einzelnen Stadtteilen etabliert. Der traditionsreichste ist das Tonnenrennen im Stadtteil Niederkassel.

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Stockach: Kurioses Narrengericht

Es gehört zu den Höhepunkten der schwäbisch-alemannischen Fastnacht, zahlreiche Angeklagte wurden dort bereits verurteilt, und es ist eines der ältesten seiner Art: Die Anfänge des Stockacher Narrengerichts reichen bis ins 14. Jahrhundert zurück. Die Angeklagten sind immer Prominente aus der Landes- und Bundespolitik, die traditionell schuldig gesprochen werden. Fast immer müssen die Strafen gemäß der Satzung des Narrengerichts in „Eimern Wein“ entrichtet werden.

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Rottweil: Narrensprung

Die Fasnacht in Rottweil ist von mysteriösen Gestalten geprägt. Beim Narrensprung tragen die Teilnehmer kunstvoll gefertigte „Kleidle“, die Gesichter sind durch Larven genannte Masken verhüllt. Ihre Umzüge werden durch Reiter und eine Kapelle angeführt. Die springenden und tanzenden Narren bieten am Fasnachtsmontag und Fasnachtsdienstag ein farbenfrohes Spektakel. Der Brauch entstammt wahrscheinlich der Sitte, vor Beginn der Fastenzeit noch einmal richtig zu feiern.

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Allgäu: Hexenfeuer nach dem Karneval

In vielen Ortschaften des Allgäus gibt es ein feuriges Nachspiel zum Fastnachtstreiben. Am sogenannten Funkensonntag, dem Sonntag nach Karnevalsende, findet ein besonderes Spektakel statt: Trockenes Holz wird auf einer Wiese vor dem Dorf zu einem hohen Haufen geschichtet. Oben auf den Stapel kommt die „Funkenhex“, eine Strohpuppe, die manchmal sogar mit Schießpulver gefüllt wird und krachend explodiert.

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Strohbären jagen

Der Strohbär ist vor allem in der schwäbisch-alemannischen und der fränkischen Fastnacht eine beliebte Figur. Weit verbreitet ist das „Strohbärentreiben“, bei dem ein in Stroh gehüllter Dorfbewohner symbolisch durch die Straßen getrieben wird. In einigen Orten spaziert zur Freude der Zuschauer gleich eine ganze Kolonne von Strohbären oder Strohmännern durchs Dorf und wird bestaunt.