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Süßigkeiten für Kinder richtig dosieren

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Dieses strahlende Gesicht ist einmalig. Einmal von dieser süßen Verführung probiert, können manche Kinder gar nicht mehr genug davon bekommen. Noch dazu wird bei jedem Fest Unmengen Süßigkeiten verteilt. Halloween, Nikolaus, Weihnachten, Ostern und Geburtstage dazwischen. Nun brauchen die Kinder auf jeden Fall Unterstützung, um den maßvollen Umgang mit Süßigkeiten zu erlernen.

Was Zucker im Körper bewirkt

Sobald wir Zucker konsumieren, sei es in Form von Kartoffeln, Nudeln, Reis, Müsli, Brot, Obst, Säften, Limos oder Süßigkeiten, fängt die Bauchspeicheldrüse an, kräftig Insulin zu produzieren. Im Magen-Darm-Trakt wird der Zucker aufgespaltet und über die Darmschleimhaut in das Blut befördert. Die Zuckermoleküle (auch Glukose genannt) werden aus dem Blut vom Insulin eingefangen und in die Zellen transportiert. Hier steht der Zelle nun jede Menge Energie zur Verbrennung zur Verfügung. Wird weniger Energie verbraucht als mit der Nahrung zugeführt wird, wandelt der Körper es zu Fett um und speichert es für schlechte Zeiten an unliebsamen Stellen.

Tipp:

Versuchen Sie Säfte und Limos möglichst stark einzuschränken Ein Glas Saftschorle zum Essen ist in Ordnung, Limo sollte es nur zu bestimmten Anlässen geben.

In der Schule und tagsüber sollte Wasser als Getränk an erster Stelle stehen. Versuchen Sie mit kleinen Schritten, die zuckerhaltigen Getränken zu reduzieren. Binden Sie Ihr Kind aktiv in den Veränderungsprozess mit ein, denn so fühlt es sich wertgeschätzt und hat sich die neuen Ziele selbst gesteckt.

Zucker ist nicht gleich Zucker

Der Zucker aus einem Bonbon, Schokoriegel, Säften oder Limonaden, wird vom Körper sehr schnell aufgenommen. Die Kinder bekommen einen richtigen Energieschub. Jetzt wäre die richtige Zeit, um raus zu gehen oder einen Nachmittagssport auszuüben, um der Energie freien Lauf zu lassen. Um an den Zucker im Obst oder Vollkornprodukte heranzukommen muss sich der Körper schon viel mehr anstrengen. Die Zuckermoleküle sind komplexer aufgebaut und müssen erst in kleinere Einheiten zerlegt werden. Weil der Körper dafür länger braucht, hält das Sättigungsgefühl länger an und der Blutzuckerspiegel bleibt konstant.

Tipp:

Erst das Obst, dann die Süßigkeit. Seien Sie ein Vorbild und genießen Sie zusammen mit Ihren Kindern einen bunten Obstteller, bevor es eine Süßigkeit gibt. Dabei kann man sich wunderbar austauschen oder zusammen ein Buch lesen. Somit verknüpft Ihr Kind das Obst-Essen mit einem schönen Ereignis und nicht als notwendiges Übel.

Wie viel darf es denn nun sein?

Grundsätzlich sind ca. 10% der täglichen Energiezufuhr in Form von „Extras“ an Kinder vertretbar. Am einfachsten ist es hier das Handmaß zur Hilfe zu nehmen. Das Kind macht dazu mit einer Hand ein kleines Körbchen. Nun geben Sie  einige Süßigkeiten hinein, so dass das Körbchen locker gefüllt ist, aber nicht überfüllt ist. Das verstehen auch die kleinsten Kinder schon und geben sich in der Regel auch damit zufrieden.

Tipp:

Nach der Einschulung, hat das Kind vielleicht auch Lust seine eigene Süßigkeiten-Box zu gestalten. Am Anfang der Woche kommen hier die Süßigkeiten hinein. So lernt es sich die Süßigkeiten selber einzuteilen.

Wir wünschen Ihenn jetzt viel Spaß beim Ausprobieren und ein gutes Durchhaltevermögen, falls es am Anfang einige Diskussionen geben sollte. Das sollte sich mit der Zeit legen!