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Mit Baby durch die Weihnachtszeit

Es gibt so viele Angebote: Weihnachtsmärkte, Plätzchenbacken, Krippenspiel – vielleicht denkt ihr, dass ihr all das eurem Baby bieten müsst. Doch wer sagt das? Und was ist sinnvoll?

Weihnachtsmärchen mit dem Kindergarten. Hänsel und Gretel ist dran. Meine Tochter, damals drei Jahre alt, soll mit. Eigentlich zu früh, denke ich, wage aber nicht zu wiedersprechen, denn die Erzieherinnen sind überzeugt davon. Stunden später: Mein Bauchgefühl war richtig. Als die Hexe laut gestikulierend die Bühne betrat, erschrak meine Tochter so sehr, dass für sie die Vorstellung gelaufen war. Ich holte sie ab und ärgerte mich über mich selbst, dass ich nicht den Mut hatte, uns das zu ersparen. Es wäre so einfach gewesen.

„Kinder sind Gäste, die nach dem Weg fragen“ hat die Pädagogin Maria Montessori gesagt. Sie sind noch nicht in der Lage, auszuwählen und einzuschätzen, was sie emotional verkraften können und was nicht. Diese Verantwortung haben wir Eltern. Aber wie kann man eigene Rituale entwickeln, von denen die Kinder später vielleicht noch den eigenen Kindern vorschwärmen?

Hier einige Hinweise, die euch helfen können:

Überlegen, was euch wirklich wichtig ist

Fragt erstmal nicht, was andere von euch erwarten, sondern taucht ein in eure Kindheitserinnerung: Was hat euch besonders viel Spaß gemacht, was gar nicht und was hat euch gefehlt? Sprecht mit eurem Partner darüber. Und wenn eure Kinder schon älter sind, dürfen sie sich natürlich auch beteiligen. Vermutlich habt ihr dann ganz schnell eure Lieblingsaktivitäten herausgefunden. Macht eine gemeinsame Liste.

Auswählen, was möglich ist

Im Advent gibt es vier Wochenenden. Wie viele Aktivitäten macht ihr normalerweise an Wochenenden gemeinsam? Das könnte ein erster Hinweis dafür sein, was euch guttut. Nur weil das Angebot jetzt besonders groß ist, solltet ihr euch nicht übernehmen. Besonders für Babyeltern ist weniger mehr. Euer Baby versteht den Weihnachtsrummel noch nicht und braucht kein Programm. Es ist aber völlig ok, wenn ihr eure Rituale pflegen wollt, weil ihr euch auf Weihnachten freut. Wenn ihr wisst, wie viele Aktivitäten ihr wollt, wird eure Liste zur Rangliste.

Gut planen und aufteilen

Besonders mit kleinen Kindern sind Pläne dazu da, um sie wieder zu ändern. Ständig kommt etwas dazwischen und ihr müsst improvisieren – oder einfach zuhause bleiben, weil euer Baby kränkelt. Dennoch könnt ihr durch gute Planung Stress vermindern. Besonders wenn ihr wieder arbeitet, müsst ihr Termine gut absprechen. Solltet ihr mehrere oder ältere Kinder haben gilt: Nicht alles muss man gemeinsam und selbst machen. Der Nachmittag mit Oma wird zum Bastelnachmittag und Plätzchenbacken findet bei der Tagesmutter oder mit der Babysitterin statt. Wenn später noch Weihnachtsfeiern in Kita, Krabbelgruppe oder Flötenkurs dazukommen bleibt euch gar nichts anderes übrig, als die Aktivitäten aufzuteilen – mal ist Papa mit dabei, mal Mama. Und denkt immer daran: Eltern dürfen auswählen und nein sagen!

Das Wichtigste zum Schluss: Weihnachten kommt alle Jahre wieder! Was ihr nicht schafft, könnt ihr euch für nächstes Jahr vornehmen. Vorfreude ist bekanntlich die schönste Freude. Noch steht ihr als junge Familie ganz am Anfang. Genauso, wie sich euer Kind entwickelt, entwickelt sich auch eurer Familienleben.

In diesem Sinn wünsche ich euch entspannte, schöne Dezembertage!
Rose Volz-Schmidt