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Medienerziehung vom Kleinkindalter an

Medien sind heutzutage nicht mehr wegzudenken, oder? Fernsehen, Computer, Apps für Kinder, Zahnputzspiele für eine Erleichterung beim schwierigen Thema Zähneputzen – überall greifen die neuen Medien der heutigen Zeit. Kinder kommen auf kurz oder lang mit ihnen in Berührung, ob wir Eltern das nun wollen oder nicht. Spätestens in der Schule müssen Kinder lernen mit den neuen Medien umzugehen. Als Mutter kann ich nur sagen, dass es mir persönlich wichtig ist, dass meine Kinder schon früh anfangen mit Medien gut und sicher zurecht zukommen. 

Ich möchte, dass sie mit allen Angeboten in Berührung kommen, aber für sich ein gesundes Mittelmaß in ihrem Konsumverhalten entwickeln. Ich persönlich habe hier die Erfahrung sammeln dürfen, dass dies am besten geht, wenn Kinder das vorhandene Angebot offen nutzen dürfen und es keine Verbote gibt. Verbote sind leider oftmals kontraproduktiv.

Aus meiner eigenen Kindheit weiß ich dies nur zu gut. Meine Mutter ließ mich alles und so lange schauen, wie ich wollte. Mein Vater überhaupt nichts und schon gar nicht morgens. Die Konsequenz? Bei meiner Mutter saß ich oftmals viel zu lange vorm Fernseher. Bei meinem Vater meistens heimlich, aber ich tat es trotzdem. Das Fernsehschauen bei meinem Vater hingegen bekam noch einen viel größeren Reiz, da es verboten gewesen ist. Ich lernte leider weder von einem noch vom anderen Elternteil, was ein gesunder Umgang zu sein schien.  

Genau hier möchte ich in meiner Erziehung anknüpfen. Ich möchte, dass meine Kinder von Kindheit an lernen, welche Gefahren Medien leider auch mit sich tragen, welche dies sind, und ihnen ein gesundes Nutzerverhalten beibringen. 

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Ich las schon oft, dass wir Eltern Kinder häufig auch einfach machen lassen sollten. Irgendwann machen sie von allein den Fernseher aus. Vielleicht muss man dies ein paar Monate durchziehen bis sie ein gesundes Mittelmaß für sich gefunden haben, aber es soll funktionieren. Irgendwann spüren Kinder, dass sie gesättigt sind und so entwickelt sich ganz natürlich ein beständiges Nutzerverhalten von alleine. Sie schauen, wenn sie Lust dazu haben, verlassen das Fernsehen jedoch auch wieder, wenn es für sie genug ist. An diesen Punkt sind wir nie angekommen…

Ich empfinde es immer als zu lang, wenn sie so lange schauen dürfen, wie sie es für sich gut finden. Mir fehlt die Ruhe, das Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten. Leider. Dadurch kam es oftmals zum Streit, weil ich den Fernseher ausmachte und die Kinder mit dem schwarzen Bildschirm förmlich in sich zusammenbrachen. Das hat einen guten Grund. Ihr Gehirn kommt nicht so schnell nach und so bleibt ihnen durch die vielen Reize nichts anderes übrig als zusammenzubrechen, fürchterlich zu weinen und einen großen Aufstand zu vollziehen bis das Gehirn sich wieder beruhigt hat. 

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Dem wirke ich durch eine immer wieder gezielte Ansprache entgegen. Meine Kinder, 5 und 3 Jahre, dürfen am Tag eine halbe Stunde Fernsehen schauen. Ich halte mich nach zwei Jahren herumprobieren an die empfohlenen Fernsehzeiten. Zwischen 6 und 7 Jahren steigt die Zeit auf ca. eine Stunde, wobei Spiele und Apps hierbei nicht vergessen werden dürfen, finde ich. Den Zeitpunkt bestimmen sie. Das kann von mir aus morgens sein oder auch abends vor unserem Abendritual. Schauen sie allein dürfen sie nur Filme oder Sendungen schaue, die wir bereits zusammen geguckt haben. Meistens möchten sie ohnehin nur bekannte Serien schauen, das dürfen sie auch allein. Ansonsten bleibe ich dabei. Schaue mit. Bespreche mit ihnen das Erlebte im Anschluss.

Zunächst habe ich versucht, meine Kinder von sich aus ihren Zeitrahmen finden zu lassen. Leider sind meine persönlichen Erfahrungen so ausgefallen, dass ihnen mehr als eine halbe Stunde pro Tag nicht guttut. Ab und an, wenn zum Beispiel wirklich schlechtes Wetter draußen ist, dürfen sie einen Film schauen, dieser geht in der Regel 90 Minuten. Im Anschluss merke ich häufig, dass damit unser Tag auch gelaufen ist.

Die wichtigsten Regeln zusammengefasst:

  • Zwischen 3 und 6 Jahren sollte nicht mehr als eine halbe Stunde pro Tag mit Medien verbracht werden.
  • Ab 6 Jahren bis zu einer Stunde Medienzeit einplanen, wenn gewünscht.
  • Nur kindgerecht, pädagogische Serien und Filme anbieten. Wir lieben die Filme und Serien: „Für Hund und Katz ist auch noch Platz, Stockmann und Pettersson und Findus.“
  • Mit den Kindern gemeinsam Fernsehen schauen.
  • Nachbesprechen, was gesehen und erlebt wurde.
  • Nicht abrupt das Fernsehen ausschalten. Lieber 10 Minuten vorher ankündigen. Nochmal nach 5 Minuten nachhacken und das Kind am Ende selbst den Fernseher ausmachen lassen.
  • Feste Zeiten von vorherein vereinbaren.
  • Vorbild sein.
  • Alternativen anbieten.
  • Fernsehen nicht als Verbot nutzen, das macht es interessanter als es sein sollte.

Ich wünsche euch, dass ihr einen guten Weg für euren Alltag findet. Ich glaube, dass es immer wichtiger wird sich mit diesem Thema bewusst auseinanderzusetzen, denn Medien werden mit der Zeit immer mehr an Bedeutung gewinnen. Ein guter Umgang ist somit das A und O für die neue Generation, denke ich.

Alles Liebe, Alina!