Zuletzt gemerkte Beiträge
Anmeldung erforderlich Sie haben bereits einen Zugang?
Zur Anmeldung

Sie sind neu hier?
Registrierung starten
Inhalte merken Klicken Sie auf das Pin-Symbol, um sich Rezepte oder Tipps zu merken.
Sie finden die gemerkten Inhalte dann hier.

MEIN
ALDI INSPIRIERT

Sie sind angemeldet als

Mit den unten stehenden Links können Sie Ihre Profileinstellungen bearbeiten oder sich abmelden.

Einstellungen Abmelden
Login
Bitte geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort an und klicken auf den Button „Login“, um sich einzuloggen.
Beitrag auf die Merkliste setzen
Beitrag von der Merkliste entfernen

Mamakind, Papakind – Lieblingskind?

Sicher kennt ihr das auch: ihr seid mit euren Kindern unterwegs oder bei Freunden, die Situation ist unübersichtlich und euer Kind ist unsicher. Es flüchtet sich in den sicheren Hafen – oder besser: auf Mamas oder Papas Schoß.


Kinder wählen aus

Wir haben das besonders bei unserem Zwillingspärchen sehr ausgeprägt erlebt: unser Sohn ging vorzugsweise zu Papa, unsere Tochter kam zu mir. Mein Mann und ich sind uns sicher: das hatten nicht wir Eltern so bestimmt, sondern die Kinder hatten das ganz unter sich ausgemacht. Nun ist die Mama-Papa-Aufteilung bei Zwillingen sicherlich ausgeprägter, aber auch wenn nur ein Kind in der Familie ist oder wenn ein zweites Kind geboren wird, gibt es dieses Phänomen: Während zu Beginn meist die Mamas sehr gefragt sind, ändern sich die Vorlieben der Kinder mit der Zeit - besonders, wenn Papa auch Elternzeit nimmt und damit viel Zeit zuhause verbringt. Es soll hier sogar schon mal vorkommen, dass die wieder berufstätige Mama ein klein wenig eifersüchtig ist. Häufig ist es auch das erstgeborene Kind, das bisher sehr an Mama hing, welches dann „großzügig“ dem Baby die Mama überlässt und seine ganze Liebe Papa schenkt, was Väterherzen höherschlagen lässt.

Natürlich gibt es viele psychologische Erklärungen zu diesem Thema. So die tiefenpsychologische Überzeugung, dass Jungs in einem bestimmten Alter wie damals Ödipus am liebsten ihre Mama heiraten und Papa „abschaffen“ möchten – bei Mädchen umgekehrt. Das Geschlecht spielt im Lauf der kindlichen Entwicklung sicherlich eine Rolle. So gibt es z.B. zahlreiche Studien, die belegen, dass Jungs stärker als Mädchen darunter leiden, wenn Papa im Falle einer Trennung auszieht.

Ja, unsere Kinder differenzieren sehr genau, wer ihnen am liebsten die Nase putzen darf, wer eine Geschichte vorlesen oder mit ihnen auf dem Spielplatz toben soll. Sie wählen zunächst ganz unbefangen zwischen Mama und Papa aus - und mit den Jahren immer gezielter: Hausaufgaben mit Papa, shoppen gehen mit Mama. Kinder lernen unsere Stärken und Schwächen kennen und gehen souverän damit um – wenn wir als Eltern das zulassen.

 

Auch Eltern haben Vorlieben

Wo wir schon dabei sind: wie ist das bei uns Eltern? Habt ihr ein Lieblingskind, das ihr bevorzugt?  Oder geht es bei euch ganz und gar objektiv zu? Der Blick in den Spiegel zeigt: auch wir Eltern haben Vorlieben. Vielleicht erkennen wir uns selbst in unserer Tochter zu sehr wieder, um sie unvoreingenommen lieben und akzeptieren zu können? Oder wir übertragen das Muster unserer Eltern auf unsere eigene Familie: der Sohn ist „Hahn im Korb“ und die Schwester muss im Zweifel warten? Oder genau umgekehrt: weil ihr früher unter der brüderlichen Dominanz gelitten habt, fördert ihr eure Tochter besonders stark? Wenn Eltern merken, dass die Distanz zu einem Kind wächst, ohne dass dieses Verhalten vom Kind ausgeht, sollten sie darüber nachdenken, was ihnen im Wege steht und unbedingt daran arbeiten.
Vorlieben sind erlaubt, so lange kein Kind im Schatten steht und dauerhaft benachteiligt oder gar vernachlässigt wird. Wenn ihr achtsam seid, könnt ihr sehen, was euer Kind braucht und von wem.

 

Beide Eltern sind wichtig

Fakt ist: auf lange Sicht sind für das gesunde Aufwachsen unserer Kinder beide Eltern nötig – Papa und Mama. Deshalb solltet ihr im Fall einer Trennung möglichst euren Streit außen vor lassen und die Bedürfnisse eurer Kind im Blick behalten. Aber auch, wenn einer von euch aufgrund der Arbeit viel und oft abwesend ist, solltet ihr an den Wochenenden gemeinsame Zeit zum Ausgleich verbringen. Macht etwas alleine mit einem Kind und genießt diese intensive Zeit! Ihr baut eine Bindung auf, die auch in schwierigen Zeiten tragen wird. Jedes eurer Kinder braucht einen Anker bei seinen Eltern – und eure Kinder geben euch Signale, von wem sie ihn gerade am meisten brauchen.

Wenn ihr Fragen zur Erziehung eurer Kinder habt, dann besucht uns gerne auf ElternLeben.de: https://www.elternleben.de/ueber-stell-uns-deine-frage/

 

Wir freuen uns auf euch!

Rose Volz-Schmidt