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Kleider machen Leute - Kleiderschränke ohne Schranken

Ich war bislang recht verwöhnt. Meine Tochter hat immer getragen, was ich ihr vorgelegt hatte. Dunkelblaue Pullover, graue Socken, normale Jeans. Sie ist nun vier Jahre alt. In den letzten Wochen hat sie sich verändert. Plötzlich zwickten Socken. Bunte Hosen kratzten. Seltsam. Ich weiß, dass andere Mütter schon früher mit ihren Kindern Diskussionen über die Garderobe führten. Nun ist es auch bei uns soweit und Marie bestimmt mit, was sie anzieht. Sie bestimmt aktiv und deutlicher als zuvor. Ich habe einige Tage gebraucht um zu verstehen, was vor sich geht. Um diesem Wandel gerecht zu werden, habe ich mit Marie zwei Dinge geändert.

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Ich hatte schon gehört, dass andere Eltern mit ihren Kindern meist am Vorabend das Outfit für den nächsten Tag rauslegen. Auch dass Jungs sich weigern Shirts zu tragen, wenn kein Dinosaurier darauf zu sehen ist. Von diesem Thema war ich lange verschont geblieben. Bis zu dem Tag, an dem ich Marie vom Kindergarten abholte und sie ihre schwarze Wechsel-Leggins trug. Die korallfarbene Jeans vom Morgen lag lieblos in ihrem Rucksack. Na gut, ich hatte verstanden. Ihre Persönlichkeit bildet sich weiter aus. Ihre Kleidung spielt dabei ab jetzt eine wichtige Rolle. Zumindest wichtiger als zuvor.

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Ich beschloss also einen gemeinsamen Einkaufsbummel als „Mutter-Tochter“ Aktion. Marie hat klare Vorstellungen: Wende-Pailletten-Shirts sind In, ebenso wie alle Kleidungsstücke mit ihren liebsten Comic-Heldinnen drauf. Hosen müssen blau und eng sein. Röcke am besten glitzernd oder Pink!

Bei unserem Einkaufstrip habe ich mir selbst die Regel auferlegt: was sie nicht möchte, wird nicht gekauft. Was sie möchte und wir kaufen sollen, wird von mir noch abgesegnet. Den Nutzwert eines glitzerndes Tüllrocks sehe ich in Maries Alltag einfach nicht. Meine Erklärung, dass jedes Teil Geld kostet und sie ja auch Praktisches für den Kindergarten benötigt, wurde von ihr verstanden und akzeptiert.

 

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Für mich war dieser erste Einkauf irgendwie emotionaler, als für Marie. Zur Belohnung habe ich uns noch ein Eis gegönnt. Es hat mich an zahlreiche Einkaufstouren mit meiner Mutter erinnert. Wir waren immer in Köln unterwegs und zur Belohnung ging es im Anschluss meist in ein Fast Food Restaurant. Es wird jetzt ein neues Kapitel geschrieben. Marie soll ihren eigenen Stil finden und die Möglichkeit haben, sich mit ihrer Kleidung auszudrücken. Darum war es auch an der Zeit, den Kleiderschrank neu zu sortieren. Der große Viertürer-Schrank hat in der Mitte zwei Hängestangen. Ich erinnerte mich an amerikanische Garderoben. Kurzerhand habe ich alle Shirts, Röcke, Hosen und Leggins auf Bügel sortiert.

Socken und Unterwäsche sind ebenfalls auf ihrer Sichthöhe untergebracht. Nur die dickeren Pullover und Kleider habe ich außer Reichweite abgelegt. So fällt es ihr leichter, sich abends für ein Outfit zu entscheiden. Das legt sie vor dem zu Bett gehen selbst raus. Ich denke, die Schranken sind gefallen. Der Weg ist frei. Ich lasse mich überraschen, welche Stilrichtungen Marie in den kommenden Jahren so tragen wird.