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Keine Lust auf Kinderwagen…

Dass unser zweiter Sohn so gar keine Lust auf Kinderwagen haben würde, daran habe ich vor seiner Geburt keine Sekunde gedacht. Denn sein Bruder hat es geliebt mit dem Wagen umher geschoben zu werden. Stundenlang sind wir durch den nahegelegenen Park marschiert, haben Erledigungen in der Stadt gemacht oder auch eine Runde um den Block gedreht, damit er gut einschlafen kann. 

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Ja, der Kinderwagen war stets das Einschlaf- oder auch Beruhigungsmittel und nach wenigen Monaten waren die Räder tatsächlich runtergefahren. Ein Tatsache, welche aktuell niemals passieren würde. Denn seit unser zweites Kind auf der Welt ist (was nun sieben Monate her ist), lag es vielleicht zehn Mal im Kinderwagen. Und dann auch maximal für 30 Minuten. Warum? Er mag bzw. mochte es einfach nicht.
Bereits bei seiner ersten Ausfahrt mit dem Kinderwagen haben wir gemerkt, dass ihn das Liegen im Wagen irgendwie nicht wirklich entspannt. Er war unruhig, unzufrieden und nach kurzer Zeit haben wir die Heimfahrt angepeilt. Ich wollt mein kleines Babylein auf keinen Fall im Wagen weinen oder gar schreien lassen. Sondern ihm die Geborgenheit geben, welche es benötigte – ganz nahe an Mama, oder ganz nahe an Papa. In einem Tragetuch und später in einer Tragehilfe.
Ein paar Mal haben es der Ehefreund und die Großeltern nochmal mit dem Wagen versucht, aber nach wenigen Minuten ertönte ein Weinen aus dem Kinderwagen und es wurde schnell umgepackt. Raus aus dem Kinderwagen, rein in die Trage.

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Wir tragen viel. Wir tragen unseren Sohn sehr gerne und finden es immer wieder wundervoll wie er, so nahe an uns, in einen guten Schlaf findet oder auch umherschaut. Aber manchmal, da bin ich am Abend ordentlich platt. Mein Rücken macht sich bemerkbar. Kein Wunder, denn mittlerweile wiegt unser Sommerbaby über 8 kg und ist somit keine leichte Feder mehr. An Tagen, an welchen ich mehrere Stunden (beim Spaziergang, für seine Schläfchen, beim Erledigen des Haushalts…) getragen habe, melden sich immer häufiger meine Knochen und Muskeln. Ja, so langsam wird es wirklich schwer.
Das stimmt mich auf der einen Seite fast ein wenig wehmütig, auf der anderen Seite hat es aber auch etwas Zuversicht geweckt. Vielleicht mag unser Sohn den Wagen nun doch? Vielleicht gefällt es ihm ganz gut, wenn er hin und wieder geschoben wird? Vielleicht mag er die Mischung aus Tragehilfe und Kinderwagen? Denn natürlich möchte ich das Tragen auf keinen Fall einstellen. Nur vielleicht ein wenig reduzieren…

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Immer häufiger fasse ich in den letzten Tagen den Mut, es doch nochmal mit dem Kinderwagen zu probieren. Warum Mut? Weil ich es mich lange Zeit schlichtweg nicht mehr getraut habe, es unserem Baby nicht „zumuten“ wollte. Warum soll er weinen müssen, wenn es auch anders geht. Wenn er die Nähe braucht, dann soll er diese auch bekommen. So unsere Gedanken, so unser Elterngefühl.
Dank Größe und Körperhaltung konnten wir die Babyschale des Kinderwagens nun gegen den Sportsitz austauschen und es scheint tatsächlich so, als ob dies dem Bub besser gefällt. Vielleicht weil er mehr sieht? Oder einfach, weil er nun älter ist und nicht mehr ganz so viel Nähe benötigt? Ich weiß es nicht, aber ich bin ehrlich, es freut mich. Es freut meinen Rücken, wenn wir nun hin und wieder einen Spaziergang oder auch einen Weg zum Markt im Kinderwagen, ohne Tränen und Unwohlsein, schaffen.