Karneval mit Baby

Vor zehn Jahren habe ich mich in einen Rheinländer, meinen heutigen Ehemann und Vater meiner Kinder, verliebt, aber auch zeitgleich in das wunderschöne Rheinland und die Menschen, die hier leben. Ja, besonders die offene, herzliche Mentalität hat mich von Anfang an begeistert und verzaubert. Egal ob die Kölner, die Düsseldorfer oder die Menschen, die am Niederrhein leben, so viel geballte Herzlichkeit, Toleranz und Ehrlichkeit haben mich wirklich schwer beeindruckt.

Hier im Rheinland wird ein Fest besonders groß geschrieben: Karneval

Man sagt, dass man die fünfte Jahreszeit entweder hasst oder sie von ganzem Herzen liebt. Hier im Rheinland ist Karneval in das Leben der meisten Menschen fest verankert und es wird sich ganz selbstverständlich für dieses Ereignis Urlaub genommen, Schulen haben ihre beweglichen Ferientage rund um Karneval gelegt und einige Geschäfte und Firmen schließen sogar extra für die Narrenzeit. Seitdem ich vor drei Jahren zum ersten Mal Mutter wurde, wollte ich auch jenseits der Düsseldorfer Altstadt nicht auf Karneval verzichten. Doch ist das überhaupt machbar?

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Karneval mit Baby und /oder Kleinkind?

Kann oder sollte man überhaupt noch feiern? Ja, aber natürlich. Seither feiern wir Karneval in Krabbel- oder Spielgruppen oder einfach bei uns Zuhause in gewohnter Umgebung. Wir dekorieren das Haus, hören Karnevalsmusik, backen traditionelles Karnevalsgebäck und laden liebe Menschen zum Feiern zu uns ein.

Auch meine Tochter Lotta bekam mit drei Monaten ihr erstes Kostüm. Zugegeben, es war eigentlich nur ein warmer Winteroverall, der Ohren hatte, aber so war sie unsere kleine Eisbärin und wir besuchten den Kinderkarnevalszug bei uns im Ort. Lotta habe ich damals in einem Tragegurt getragen und sie hat die meiste Zeit friedlich geschlafen.

Ich erinnere mich gerne an unser erstes Karneval als kleine Familie zurück, denn es hat alles wunderbar geklappt. Wir haben uns auf ein anderes Karneval eingestellt und es war viel schöner, als wir es uns zuvor vorgestellt hatten.

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Was muss man beachten?

Man muss natürlich darauf achten, dass das Kostüm altersgerecht ist und das Kind in keiner Weise einschränkt oder sogar stört. Von Karnevalsschminke im Gesicht oder störenden Kopfbedeckungen würde ich daher bei Babys vollkommen absehen. Auch die Altstadt ist nicht der richtige Ort für ein Baby, aber gegen eine kleine Feier mit Krabbelfreunden oder der Familie ist ja nichts einzuwenden.

Außerdem gibt es in vielen Vierteln und Vororten extra Kinderkarnevalsumzüge. Wir besuchen seither den Karnevalsumzug für Kinder bei uns im Ort. Der ist deutlich kleiner als die Rosenmontagumzüge in den Großstädten, bietet genügend Platz, wenig Gedränge, aber dennoch tolle Karnevalsatmosphäre für Klein und Groß.

Als Lotta noch kleiner war oder im letzten Jahr, als ihre jüngere Schwester Carla erst ein paar Monate alt war, habe ich mich immer ein bisschen abseits gestellt, wenn uns die Musik zu laut wurde oder ich das Gefühl hatte, es waren zu viele Menschen um uns gedrängt. Insgesamt war dieser Ausflug aber immer gut machbar, denn fern ab von den rheinischen Metropolen ist das Gedränge am Karnevalszug auch mit Kleinkindern und Babys nicht allzu groß. Ein Besuch kann also wirklich tolles Erlebnis sein, was für immer in Erinnerung bleibt!

Mein Tipp für alle, die einen Karnevalsumzug mit Kinderwagen besuchen: Nehmt euch in Acht vor den Konfettikanonen. Nur so viel: Ich habe noch Monate später Konfetti in unserem Kinderwagen gefunden.

In diesem Sinne wünsche ich allen Jecken „Helau“ und „Alaaf“! Habt eine wunderschöne Narrenzeit!

Bis bald!

Eure Sarah