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Einkaufen mit Kleinkindern

Für manche sorgt er sicherlich schon beim bloßen Gedanken für Schweißausbrüche. Der Wocheneinkauf mit Baby und/oder Kleinkind. Zugegeben, Spaß ist etwas anderes, aber Einkäufe sind im Familienalltag notwendig und man muss diese auch manchmal alleine mit den Kindern über die Bühne bringen.

Fast jeder kennt diese Situation. Das (Klein-) Kind hat urplötzlich Hunger, obwohl man gut vorbereitet gerade kurz vor dem Einkauf zu Mittag gegessen hat. Es wird geweint, gequengelt, geschrien und unter Umständen richtig Drama gemacht mit allem was das Trotzalter so zu bieten hat. Auch meine Tochter hat mir und den übrigen Kunden schon so ein bühnenreifes Spektakel geboten. Und das vom Allerfeinsten. Am Ende war ich klatschnass geschwitzt und stand mit hochrotem Kopf an der Kasse. Meine Tochter schrie auf meinem Arm wie am Spieß und versuchte sich loszureißen, während ich mit einer Hand die Einkäufe auf das Band zu legen versuchte. Die Reaktionen der Menschen um uns herum waren unterschiedlich. Manche schauten peinlich berührt weg, ein älterer Herr schnalzte empört mit der Zunge und rollte mit den Augen, eine Dame sagte ungefragt hinter mir: „Da scheint es jemandem ja gar nicht zu gefallen. Vielleicht hat sie Hunger. Einkaufen ist doch für Kinder nichts.“

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„Aha. Ist klar. Eine völlig neue Information für mich.“, dachte ich genervt und hätte ihr am allerliebsten wutentbrannt etwas Pampiges entgegengeschmettert. Die Kassiererin war mehr als bemüht, blieb ruhig und versuchte meine schreiende Tochter mit einem Kuscheltier abzulenken, was ihr tatsächlich kurz gelang (an dieser Stelle ein großes Dankeschön an alle freundlichen und geduldigen Verkäuferinnen und Verkäufer!). Eine andere Mutter mit zwei Kindern im Einkaufswagen an der Kasse nebenan schaute mitleidig rüber und nickte mir kurz aufmunternd zu. Vor lauter Stress vertippte ich mich schließlich auch noch bei der Pin-Abfrage. Also dauerte das Bezahlen eine gefühlte Ewigkeit. Als ich die Einkäufe bezahlt hatte, machte ich mich schnell aus dem Staub.

Was meine Tochter an diesem Tag für ein Problem hatte?! Sie hatte Durst. Ich hatte sie beim Verlassen des Autos gefragt, ob sie ihre Trinkflasche mitnehmen wolle. Sie verneinte das. Kurz hinter dem Pfandautomaten überlegte sie es sich anders. Wie konnte es auch anders sein. Ich versuchte sie sogar mit einer noch nicht bezahlten Wasserflasche zu beschwichtigen, aber nein, sie wollte ihre Bienchen-Trinkflasche. Auch die Tatsache, dass wir in nur wenigen Minuten zurück im Auto sein würden, beruhigte sie natürlich kein Stück. Also mussten wir da alle durch.

Mittlerweile bin ich besser vorbereitet. Ich habe stets ihre Trinkflasche dabei. Am Backautomaten darf meine Tochter sich immer erst eine heiß geliebte Brezel holen. Wenn meine Tochter dann anfängt zu essen, habe ich mindestens fünf Minuten Zeit gewonnen.

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Ich plane mittlerweile unsere warmen Mahlzeiten für eine komplette Woche und habe einen gut durchdachten Einkaufszettel dabei. Gut durchdacht deshalb, da ich meine Laufrichtung im Laden kenne und mit dem Sortiment gut vertraut bin und so auch meinen Einkaufszettel strukturiere. Das hätte ich vor ein paar Jahren sicher völlig albern gefunden, aber heute erleichtert mir es den Einkauf mit Baby und Kleinkind enorm. Meine zweijährige Tochter wird stets mit eingebunden und darf zum Beispiel am Kühlregal Butter und ihre Lieblingswurst in den Wagen räumen. In der Regel ist der Einkauf so in zehn Minuten erledigt.

Ich gebe zu, trotz bester Vorbereitung verläuft das Einkaufen mit Baby und Kleinkind nicht immer reibungslos. Ab und zu stehe ich an der Kasse und habe plötzlich ungewollt zehn Packungen Butter im Einkaufswagen und meine Tochter ist nicht immer happy über eine Brezel, aber seitdem ich vorbereitet an die Sache heran gehe, gibt es auch Tage, an denen meine drei Monate alte Tochter friedlich in ihrem Autositz im Einkaufswagen schlummert, während meine Zweijährige fleißig und voller Stolz mit mir gemeinsam diesen durch den Laden schiebt und mir strahlend mit Brezel in der Hand die Einkäufe anreicht.

So oder so, wir erleben den Alltag zusammen und der bietet tatsächlich die allerbesten Geschichten.

In diesem Sinne wünsche ich euch viel Freude beim Einkaufen mit euren Kleinen. Denkt in brenzligen Situationen an mich und versucht das Ganze stets mit einer großen Portion Humor zu sehen!

Eure Sarah