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Die Gewichtsentwicklung deines Babys

Das geschätzte Gewicht in der Schwangerschaft

Schon in der Schwangerschaft steht das Gewicht deines Kindes im Interesse der Untersuchungen. Bei der Ultraschalluntersuchung kann die Frauenärztin/der Frauenarzt einen Schätzwert ermitteln. Oft heißt es dann: „Das Baby wiegt jetzt …g.“. Korrekter wäre es zu sagen: „Die Ärztin/der Arzt schätzt das Gewicht des Babys auf…g“. Denn wie schwer das Baby ist, kann man nur herausfinden, indem man es auf die Waage legt. Da dies während der Schwangerschaft nicht möglich ist, kann also das Gewicht nur  geschätzt werden. Und wie das so mit dem Schätzen ist: man kann auch ziemlich weit daneben liegen. So hat das Schätzgewicht eine Spannbreite von plus/minus 500 Gramm zum Echtgewicht. Bei Schätzwerten bis ungefähr 4 kg machen 500 Gramm mehr oder weniger einen großen Unterschied. Auch sind Abweichungen zum Echtgewicht bis zu einem Kilogramm keine Seltenheit.

Du solltest also bei den Gewichtsangaben nach Ultraschalluntersuchungen im Kopf haben, dass das tatsächliche Gewicht davon abweichen kann. Außerdem ist die Gewichtsentwicklung viel aussagekräftiger als ein einzeln erhobener Wert. Nimmt dein Kind kontinuierlich zu, liegt aber mit den geschätzten Werten eher am unteren Ende der Skala? Dann könnte es sein, dass es sich einfach um ein zartes Kindchen handelt. Nimmt dein Kind immer zu und plötzlich ergibt sich ein Stillstand? Dann muss man genauer hinsehen, was dahinter stecken könnte. Bei sehr leicht geschätzten Kindern steht oft schnell die Sorge im Raum, ob es ausreichend versorgt ist. Dies ist natürlich gründlich abzuklären. Bei Kindern, bei denen ein relativ hohes geschätztes Gewicht im Raum steht, gehen die Sorgen eher in Richtung des Geburtsverlaufs.

Familiäre Anlagen

Was bei einem „auffälligen“ Schätzgewicht immer berücksichtigt werden sollte, sind die familiären Anlagen. Wie groß und kräftig sind die Eltern gebaut? Wenn es schon Geschwister gibt, mit welchem Gewicht und wie sind diese zur Welt gekommen? Eine kleine, zarte Frau wird von den Werten her vermutlich ein anderes Kind erwarten als eine  große, kräftige Frau. Sind die Geschwister leicht, zierlich und gesund zur Welt gekommen, könnte es bei dem Ungeborenen ähnlich sein. Hat die Mutter schon schwere Kinder spontan geboren, stehen die Chancen gut, dass auch dieses Kind gut geboren werden kann.

Unnötige Sorgen

Es ist sinnvoll und notwendig, das Gewicht eines Ungeborenen im Rahmen der Schwangerschaftsvorsorge im Blick zu behalten und auf Besonderheiten zu reagieren. Doch es ist ebenso wichtig, die Relationen und die Ungenauigkeiten der Messmethode im Blick zu behalten. Mein Eindruck ist, dass es sehr viele Sorgen um das Gewicht Ungeborener gibt, die rückblickend unbegründet waren. Fest steht allerdings, dass das Gewicht deines Kindes schon in der Schwangerschaft eine große Bedeutung hat und dass ein Fokus hierauf gelenkt wird. Dies endet nicht mit der Geburt, sondern verstärkt sich eher noch.

Die Gewichtsentwicklung in den ersten Lebenstagen

So ist es keine Überraschung, dass das Geburtsgewicht eine wichtige Information ist, die in die Welt getragen wird. Dabei stellt sich mir oft die Frage, was uns das reine Gewicht eigentlich verrät. Die Intensität  der Geburt oder wie schwer diese für die Mutter gewesen ist, vermag das Gewicht allein nicht zu erzählen.

Nach der Geburt ist der Magen des Kindes noch sehr klein und die Mutter hat nur sehr wenige Tropfen Milch zur Verfügung. Außerdem scheidet das Kind aus und verbraucht sehr viel Energie, um seinen Körper auf die Bedingungen außerhalb des Mutterleibes anzupassen. Das führt dazu, dass das Kind nach der Geburt Gewicht verliert. Es nimmt ab.

Dieser Umstand, dass das Kind Gewicht abnimmt, ist keine Besonderheit oder Eventualität, sondern ein vollkommen normaler Ablauf der Dinge. Es lässt sich sehr logisch erklären. Die Zusammenhänge sind offensichtlich und laufen wunderbar harmonisch ab. Der Gewichtsverlust in der ersten Lebenswoche ist nicht besorgniserregend und nicht therapiebedürftig.

Darum möchte ich dich einladen, dir Folgendes ganz sicher irgendwo in deinem Gedächtnis abzuspeichern, damit du dich nach der Geburt nicht erschrickst:

In den ersten Lebenstagen ist der Magen deines Babys winzig klein. Dort ist nur wenig Platz für einige Tropfen Muttermilch. Deine Brust stellt in den ersten Lebenstagen nur wenige Tropfen Muttermilch her. Diese Tropfen sind unendlich wertvoll - sie sind hochkalorisch und super reich an wichtigen Nährstoffen. Dein Kind muss in den ersten Tagen viele wichtige Körperfunktionen in Gang bringen, dadurch verliert es Energie. Durch diese Kombination aus  wenig Platz im Magen, nur geringe Menge an Muttermilch und dem Verbrennen von Energie verliert das Kind an Körpergewicht. Dennoch ist dein Kind optimal versorgt. Die Abnahme zeigt keinen Mangel an, sondern zeigt, dass alles in der Norm ist.

Die Wichtigkeit des Gewichts

Natürlich ist es an vielen Stellen wichtig, das Gewicht im Blick zu haben, und es kann den Fachfrauen/Fachmännern Informationen auf Besonderheiten liefern. Doch in den meisten Fällen entwickeln Kinder sich sowohl im Hinblick auf ihr Gewicht als auch sonst ganz gesund zu munteren Säuglingen. Anstatt nur das Gewicht zu betrachten, macht es immer Sinn, sich das Kind selbst und die  Umstände genau anzusehen. Am wichtigsten ist es, das Kind selbst zu betrachten und sich zu fragen, wie es dem Kind geht. Wie entwickelt sich das Gewicht und was bringen die Eltern für Besonderheiten mit?