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Die Beikostphase

Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt, dass Kinder in den ersten sechs Monaten ausschließlich gestillt werden beziehungsweise die Flasche bekommen und danach sanft an feste Nahrung herangeführt werden. Der früheste Zeitpunkt, um Brei oder andere Beikost einzuführen, ist nach dem vollendeten vierten Monat, also im fünften Monat. Spätestens im siebten Monat sollte die Beikost eingeführt werden. Unabhängig von dem Startzeitpunkt sollte der Übergang vom Stillen auf feste Kost fließend sein, so dass die feste Nahrung zusätzlich zu der Milchnahrung gegeben wird.

Die erste feste Kost, die aus Brei aber auch anderen Nahrungsmitteln bestehen kann, nennt man deshalb auch Bei-kost. Sie ist also ein zusätzliches Angebot zu der Milchnahrung. Wann der richtige Zeitpunkt zum Start der Beikost ist, ist sehr individuell und hängt von verschiedenen Faktoren ab. Das Baby sollte alle folgenden Reifezeichen erfüllen:

  1. Es kann ohne große Unterstützung aufrecht sitzen und den Kopf frei halten.
  2. Es dreht sich selbstständig vom Bauch auf den Rücken (denn dieser Entwicklungsschritt hängt auch mit der Entwicklung der Zungenmotorik zusammen) und ist in der Lage, mit den Händen Dinge zu greifen und in den Mund zu stecken.
  3. Der Zungenstoßreflex (das ist der Reflex, der die kleinen Säuglinge dazu bringt, alles, was zu weit in den Mund gelangt, mit der Zunge wieder herauszuschieben) ist verschwunden.
  4. Es hat Interesse am Essen und zeigt Freude daran.

Bei den meisten Kindern sind diese Reifezeichen erst um den sechsten Monat erfüllt. Ein früheres Zufüttern macht dann keinen Sinn und birgt gesundheitliche Risiken.

Wie oben erwähnt, ist es möglich, als erste Nahrung Brei zu füttern. Doch es ist auch gut möglich, das Kind von Anfang an stückige Nahrung selbst essen zu lassen. Dazu eignen sich Lebensmittel, die das Kind gut greifen und auch ohne Zähne im Mund zerkleinern kann. Babys sind durchaus in der Lage, mit Hilfe der Zahnleisten und der Zunge weiche Lebensmittel am Gaumen zu zerdrücken. Besonders gut geht es, wenn das Essen stickförmig ist, etwa in der Form von Pommes Frites. Gurke, gedünstete Karotten oder Brot können zum Beispiel einen Anfang machen. Wenn du dich für diese Methode des Zufütterns interessierst, solltest du dich etwas ausführlicher mit der Baby-led Weaning Methode auseinandersetzen. Hier bekommst du gute Informationen, worauf du achten solltest, und vor allem auch, warum das eine tolle Methode ist.

Ganz gleich, mit welcher Methode dein Kind und du in die Beikostzeit startet oder welche Lebensmittel du ihm anbietest, solltest du dir einige grundsätzliche Dinge immer wieder vor Augen führen:

  • Die Beikost dient nicht ausschließlich der Sättigung deines Kindes, sondern sie stellt ein Übungsfeld dar. Dein Kind soll mit Freude und in seinem Tempo die verschiedensten Nahrungsmittel und das ganz neue Gefühl, wie es ist zu essen, kennen lernen. (Welch unterschiedliche Geschmäcker und Konsistenzen es doch gibt! Für uns Erwachsene schon ganz gewöhnlich, aber für die Kleinen ein Abenteuer! Die Gurke ist ganz weich und glitschig, das Brot krümelig und trocken! Das muss erst einmal erlebt und getestet werden.) Und auch die Tischregeln muss man ja erst einmal erlernen!
  • Dein Kind, so klein es auch ist, ist sehr kompetent und kann schon zu Beginn der Beikostzeit ganz deutlich zeigen, was es möchte und was nicht. Wenn es nicht essen möchte oder schon nach einigen Löffeln nicht mehr essen möchte, akzeptiere diese Grenze. Vertraue deinem Kind und lerne es und seine Bedürfnisse kennen.
  • Es ist nicht sinnvoll, sich an starre Pläne und Empfehlungen zu halten. Viel wichtiger ist es, auf das Kind zu schauen und seine Bedürfnisse zu erfüllen. Mangelernährung und Nährstoffdefizite entstehen nicht über wenige Tage oder Wochen. Wenn dein Kind noch sehr jung ist, gib ihm Zeit und sei geduldig. Erinnere dich daran, dass dein Kind im gesamten ersten Lebensjahr ein Säugling ist und einen Großteil seines Bedarfes durch Milch decken kann und darf.
  • Deine Aufgabe ist es, dein Kind geduldig und liebevoll auf dem Weg zum festen Essen zu begleiten. Lass dein Kind dich führen und schau, was es braucht und möchte. Vor allem solltest du respektvoll sein und die Grenzen deines Kindes akzeptieren. Das Hauptziel ist, die angeborene Freude am Essen und den Nahrungsmitteln zu bewahren. Druck und Stress machen diese Freude kaputt und sind in keiner Hinsicht hilfreich. Vertraue deinem Kind und deinem Bauchgefühl.

Ich wünsch euch eine spannende Zeit des Essen-Kennenlernens und Experimentierens und viel Freude in dieser schönen Phase.