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Das Schnullerdebakel

Na gut, sagen wir es anders: Das Baby war zufrieden mit den im Haushalt vorhandenen Schnullern. Ich, die hormonell überladene Mutter war der Meinung, er braucht die henkellosen Leuchtschnuller. Mein Ärger übertrug sich auf den müden Vater. Der Zorn auf den Paketboten einte uns.

Dreimal lief mein Mann zum Nachbarhaus. Vergeblich. Jedes mal kam er zorniger zurück. Niemand war anzutreffen. Wir hinterließen einen Zettel mit meiner Telefonnummer in einem völlig überfüllten Briefkasten. Zweifel überkamen uns. Wer nimmt ein Paket entgegen und ist anschließend Tage lang nicht erreichbar? Hatte der Paketbote den richtigen Namen aufgeschrieben? Würden wir jemals an unsere Schnuller kommen?

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Zwischenzeitlich war ich zur Drogerie gefahren, um Schnuller und andere Dinge elementarer Bedeutung zu besorgen. Im Wochenbett ist eigentlich mein Mann verantwortlich für solche Einkäufe. Ich war jedoch mobil und dankbar, diesen kurzen Ausflug wahrnehmen zu können. Ich ärgerte mich. Warum hatte ich überhaupt Schnuller online bestellt? Klar, ich hatte eine größere Auswahl. Keine Versandkosten in diesem Fall. Aber Ärger über nicht anzutreffende, vollkommen fremde Menschen, die mein Paket angenommen hatten.

Wenn ich eines nicht gebrauchen konnte, dann Ärger und Stress im Wochenbett. Neben meinem Jüngsten hatte ich nämlich auch meine zwei jährige Tochter zu Hause. In ihrem Alter ist es eine enorme Veränderung, wenn plötzlich ein Baby zur Familie gehört. Noch dazu hat Papa Urlaub und könnte doch täglich nur mit ihr spielen. Sofort mussten alle Grenzen neu getestet werden. Die Stellung bei Mama und Papa musste gesichert werden. Für meinen Mann und mich Anstrengung genug. Da konnten wir dieses Schnuller Debakel wirklich nicht gebrauchen.

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Und der Kleinste? Er ist ein Schnullerkind, wie seine Schwester. Mittlerweile hat sie sich den Schnuller wieder abgewöhnt. Dieser ganze „Saugverwirrungs-Mythos“ geht an mir vorbei. Der Kleine schnullert gerne. Für ihn und für mich ist es Entspannung und Erleichterung. In solchen Fragen lasse ich mich nicht beirren und gehe nach meinem Bauchgefühl. Die Leuchtschnuller waren schon bei der großen Schwester von Nutzen. Wirklich zu dumm, dass sie nun in einer fremden Wohnung im Paket versauerten.

Am vierten Abend nach der Lieferung erreichte mich eine SMS. Die unbekannten Nachbarn. Sie wollten unser Paket gleich vorbeibringen! In diesem Moment schaute mein Sohn mich voller Empörung an. Ich hatte ihn auf dem Arm. Erwartete ein Bäuerchen seinerseits. Seine kleinen Augen und das winzige Gesicht waren außer sich. Er hatte Schluckauf! Warum hatte ich mich überhaupt so aufgeregt? Wen interessieren die henkellosen Schnuller? Viel wichtiger war doch, dass es unseren zwei kleinen Menschen gut geht und sie alles haben, was sie brauchen.