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Bonding: Die enge Beziehung zwischen Eltern und ihrem Baby

Ein Band der Nähe, der Liebe und der Zugehörigkeit. Die Hormone der Schwangerschaft sorgen dafür, dass die Mutter schon in dieser frühen Zeit ein Gefühl von Nähe zu ihrem ungeborenen Kind empfinden kann. Zu einem Menschen, den sie nicht kennt, den sie noch nie getroffen hat.

Im Laufe der Schwangerschaft wächst dieses Gefühl und findet einen von außen betrachteten Höhepunkt unmittelbar nach der Geburt. Dann, wenn Mutter und Kind sich zum ersten Mal ansehen, berühren und riechen können. In diesem Moment festigt sich das Band der Verbundenheit. Dies ist notwendig, um dem Neugeborenen Sicherheit zu geben. Durch das Spüren, vor allem mit dem Tastsinn, dem Hörsinn und dem Riechsinn, erfährt es Orientierung, Sicherheit und Liebe.

Es gibt wissenschaftliche Erkenntnisse darüber, wie wichtig der direkte und ungestörte Hautkontakt zur Mutter unmittelbar nach der Geburt ist. Er fördert nicht nur das Band der Verbundenheit, sondern hilft dem Kind auch sich mit seinen lebensnotwendigen Funktionen zu stabilisieren. Der Hautkontakt fördert die regelmäßige Atmung, den Herzschlag und hilft dem Kind seine Körpertemperatur zu halten.

Durch die Ausschüttung verschiedener Hormone, unter anderem dem „Kuschelhormon“ Oxytocin, durch die Geburt, aber auch durch den unmittelbaren Hautkontakt zum Baby werden die mütterlichen Gefühle wie Liebe und der Wunsch, für das Kind zu sorgen und es zu beschützen, gestärkt. Der Hautkontakt ist deshalb sowohl für das Kind als auch die Mutter absolut notwendig und sollte unter allen Umständen versucht werden zu ermöglichen.

Wenn dies nicht unmittelbar nach der Geburt möglich ist, etwa weil das Kind medizinisch versorgt werden muss, sollte es möglichst bald nachgeholt werden. Wenn die Mutter selbst nicht gleich zur Verfügung steht, weil sie zum Beispiel im Operationssaal versorgt wird, sollte das Kind nackt auf der Brust des Vaters oder einer anderen sehr nahen Bezugsperson liegen können.

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass ein Neugeborenes, wenn es der Mutter unmittelbar nach der Geburt auf den Bauch gelegt wird und die Rahmenbedingungen (Zimmertemperatur, Haltung der Mutter und andere Faktoren) optimal sind, selbstständig zur Brust der Mutter „wandert“ und beginnt zu saugen. Die angeborenen Reflexe helfen dem Kind die Brust zu finden und es weiß intuitiv, was es an der Brust tun muss. Unglaublich, oder? Nun muss man dieses Experiment nicht selbst ausprobieren – aber dem Kind sollte unbedingt die Möglichkeit gegeben werden, in der ersten Stunde nach der Geburt zum ersten Mal zu stillen. Hierbei wird noch einmal eine extrem hohe Menge an Hormonen bei der Mutter ausgeschüttet, die die Beziehung zu dem Kind wachsen lassen und auch die körperlichen Vorgänge nach der Geburt werden hierdurch positiv unterstützt.

Schon in der Schwangerschaft kann die Mutter einiges tun, um das Band der Verbundenheit zwischen sich und dem Kind zu stärken. Viele Mütter tun es ganz intuitiv: Sie streicheln über den Babybauch und sprechen zu ihrem Ungeborenen. Nach der Geburt gibt es viele Möglichkeiten die liebevolle Bildung zu dem Kind zu stärken und zu erhalten. Die meisten dieser Dinge geschehen weiterhin ganz instinktiv, ohne dass die Mutter darüber nachdenkt:

  • Enger Körperkontakt, zum Beispiel im Tragetuch oder einem gemeinsamen Schläfchen.
  • Das sofortige Reagieren auf Gefühlsäußerungen des Kindes – wenn es weint, wird es getröstet, wenn es etwas „erzählt“ (also lautiert), wird darauf eingegangen.
  • Bedürfnisse des Kindes werden nach Möglichkeit sofort und vollständig gestillt
  • Häufige direkte Kommunikation, sei das Kind noch so klein, wenn es wach ist, freut es sich über Augenkotakt, die direkte Ansprache und das Lächeln der Eltern.

Die innige und stetig wachsende Beziehung zu dem eigenen Baby ist eine wunderbare Erfahrung und stärkt sowohl Mutter als auch Kind für die kommenden Jahre.