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Alleinerziehend mit Mann – wenn der Papa viel unterwegs ist!

Diese Frage wird mir sehr häufig gestellt, da der Ehefreund („meine“ Bezeichnung für meinen Ehemann) unter der Woche beruflich meist unterwegs ist. Heute Frankfurt, morgen München und dann Berlin – quer durch Deutschland und auch immer mal wieder ins Ausland.

Der Beruf meines Ehefreundes verlangt super viel Einsatz, Flexibilität und Zeit, bietet uns aber auf der anderen Seite finanzielle Sicherheit und ein intaktes Familienleben. Denn wir sind beide davon überzeugt, dass es unheimlich wichtig ist, dass man seinen Beruf gerne ausübt. Und das tut mein Ehefreund. Er „brennt“ für seine Arbeit und ich bin immer wieder beeindruckt, mit welcher Begeisterung er von seinem Job spricht. Klar, es wird auch mal gemotzt, es gibt super stressige Phasen oder auch Tage, an welchen uns der Paps uns ganz besonders vermisst, aber grundsätzlich ist der Ehefreund happy mit seinem abwechslungsreichen Berufsalltag.

Ist man im Beruf happy, wirkt sich das auch positiv auf die Beziehung aus, davon sind wir beide überzeugt. Seit wir ein Paar sind leben wir das Modell einer „Wochenendbeziehung“, wir kennen es also gar nicht anders. Ich denke, wenn uns eine Wochenendbeziehung nach vielleicht zwei Jahren Partnerschaft mehr oder weniger überrascht hätte, wäre dies für uns wesentlich schwieriger zu meistern gewesen.

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Als vor einiger Zeit der Kinderwunsch immer präsenter wurde, haben wir uns natürlich sehr viele Gedanken gemacht, wie es in Zukunft sein wird. Mit Kind, mit einem Papa der viel unterwegs ist und  einer Mama die die meiste Zeit alleine daheim ist. Für uns war klar, dass wir es auf jeden Fall versuchen möchten. Klar war aber auch, dass wir sofort etwas an der Situation ändern würden, wenn es für einen von uns nicht mehr passt, stimmig ist. Dabei haben wir natürlich nicht nur an uns Eltern gedacht, sondern auch an unseren Sohn.
Dieser ist nun gerade zwei Jahre alt geworden und es scheint so, als habe auch er das „Modell“ verstanden und verinnerlicht. Wir haben zur Hilfe und als Eckpfeiler im Alltag kleine Rituale eingebaut, welche mit Sicherheit sehr hilfreich waren und sind. So bringt z.B. am Sonntagabend meist der Papa den Racker ins Bett und verabschiedetet sich bis (i.d.R.) Donnerstag/Freitag. Zudem telefonieren wir fast täglich und ich spreche viel vom Papa.
Und am Wochenende, da verbringen wir gerne viel Zeit zu dritt oder mit unseren Familien, aber auch reine Sohn-Papa-Zeiten dürfen nicht fehlen. Stunden oder Minuten, in welchen die Zwei einfach nur sich haben. Gemeinsam Brötchen holen, den Wald erkunden, Bagger spielen, Türme bauen, Bücher lesen… Wir haben absolut nicht das Gefühl, dass Jonte unter der Situation leidet. Dennoch ist es natürlich so, dass der Papa mal vermisst wird – nicht nur vom Racker!

Sondern auch von mir. Logisch vermisse ich beispielsweise das gemeinsame Abendessen unter der Woche, einen Paar-Abend auf dem Sofa oder auch einen Papa, welcher den Bub abends ins Bett bringt. Es gibt sie nämlich, diese Tage, an welchen man sich nichts mehr herbei sehnt, als die Schlafenszeit des Kindes. Wenn der Tag anstrengend war, man selbst müde und KO ist. Ja, dann wäre es manchmal wirklich Gold wert, wenn man eine Stunde früher abschalten könnte.

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Grundsätzlich kann ich jedoch sagen, dass wir uns alle gut eingespielt haben. Jonte und ich haben unter der Woche einen Mama-Sohn Rhythmus, welcher fast immer gut funktioniert. Aber auch nur Dank der Großeltern, welche mich bzw. uns unterstützen. Gerade jetzt in der Schwangerschaft mit dem zweiten Kind gibt es doch einige Termine, zu welchen ich den „Großen“ nicht unbedingt mitnehmen möchte. Da bin ich jedes Mal sehr froh, wenn eine Oma einspringen kann. Oder auch wenn wir krank sind – dann sind die Omas direkt zur Stelle, entlasten mich, nehmen den (gesunden) Racker für ein paar Stunden mit oder bringen einfach frische Einkäufe vorbei.

So wirklich „alleinerziehend mit Kind“ fühle ich mich also gar nicht, auch wenn es häufig von Außenstehenden so bezeichnet wird. Ich bin mir stets eines Partners an meiner Seite sicher, welcher immer und zu jeder Zeit für seine Familie alles stehen und liegen lassen würde. Das gibt einem unheimlich viel Kraft und Energie. Ich bin einfach glücklich, dass es bei uns bisher so gut funktioniert!

Was ich zum Schluss aber unbedingt noch loswerden möchte: Ich habe größten Respekt vor Mamas oder Papas, welche tagtäglich alles alleine wuppen!

Bis bald, eure Frauke