Zuletzt gemerkte Beiträge
Anmeldung erforderlich Sie haben bereits einen Zugang?
Zur Anmeldung

Sie sind neu hier?
Registrierung starten
Inhalte merken Klicken Sie auf das Pin-Symbol, um sich Rezepte oder Tipps zu merken.
Sie finden die gemerkten Inhalte dann hier.

MEIN
ALDI INSPIRIERT

Sie sind angemeldet als

Mit den unten stehenden Links können Sie Ihre Profileinstellungen bearbeiten oder sich abmelden.

Einstellungen Abmelden
Login
Bitte geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort an und klicken auf den Button „Login“, um sich einzuloggen.
Beitrag auf die Merkliste setzen
Beitrag von der Merkliste entfernen

So wird unser Lieblingsobst angebaut. Zu Besuch beim Apfelbauern

ALDI inspiriert_Apfel_Header_1200x800.jpg

Am 11. Januar ist der „Tag des deutschen Apfels“. Wir finden, das ist ein guter Anlass, einmal genauer hinzuschauen. Woher stammen eigentlich die Äpfel in den ALDI SÜD Filialen? Wir haben Berthold Bucher besucht, einen Apfelbauern vom südlichsten Zipfel Baden-Württembergs. Jedes Jahr erzeugt der Obstexperte aus der Bodenseeregion viele Tonnen Äpfel für ALDI SÜD.

ALDI inspiriert_Berthold_Bucher_420x746.jpg

Apfelbauer als Wunschberuf

Ich bin ein Spätberufener. Eigentlich ist es einem Zufall zu verdanken, dass ich doch noch Apfelbauer geworden bin“, sagt Berthold Bucher lächelnd. Der 55-jährige Familienvater bewirtschaftet ca. 30 Hektar mit Kernobst in Meckenbeuren am Bodensee. Weil es der Wunsch seines Vaters war, erlernte Bucher zunächst einen technischen Beruf. „Aber es zog mich eigentlich immer in die Natur.

 

Vor 30 Jahren wurde dann ausgerechnet ein Unfall für den damaligen Elektrotechniker zum Wendepunkt. „Danach wollte ich nur noch das tun, was mir wirklich Freude macht. Und das ist nun mal der Apfelanbau!“ Berthold Bucher absolvierte eine Ausbildung zum Gärtner, Fachrichtung Obstbau, und begann sein neues Leben, das eng mit dem Kreislauf der Natur verbunden ist.

ALDI inspiriert_Apfel_Winter_420x746.jpg

Im Winter wird gerodet und gepflanzt

„Zwischen Weihnachten und Heilige Drei Könige war es jetzt etwas ruhiger, das ist so eine Art Verschnaufpause im Jahreszyklus für mich“, sagt Bucher. Aber bereits Mitte Januar geht es wieder richtig los: Im Winter wird gerodet, es werden Bäume beschnitten und neue Pflanzungen vorbereitet. Die täglichen Arbeitszeiten sind in der dunklen Jahreszeit zwar etwas kürzer, weil ein Obstbauer für die meisten Tätigkeiten Tageslicht benötigt, aber genug zu tun gibt es eben auch in den kalten Monaten.

 

Apfelblüte im Frühjahr

Der Frühling hält für Apfelbauern ein besonderes Erlebnis bereit: „Ich freue mich jedes Jahr auf dieses Geschenk der Natur“, sagt Bucher. Zwei bis drei Millionen Apfelblüten pro Hektar verwandeln seine Obstwiesen dann für drei bis vier Wochen in einen Traum aus Weiß und Rosa. Das sei ein Fest für alle Sinne, schwärmt der Apfelbauer. „Es duftet wie in einer Parfümerie.“ Aber nur aus fünf bis zehn Prozent der Blüten entstehen später auch Früchte, erklärt Bucher.

ALDI inspiriert_Apfel_Bluete_1200x675.jpg

Nützlinge in der Apfelplantage

Damit die Bäume möglichst gut tragen, pflanzt der Apfelbauer eine sogenannte Befruchtersorte, die Idared, in seine lang gezogenen Baumreihen mit den bekannten Sorten Elstar, Gala, Braeburn und Jonagold. „Die Idared bieten ein besonders gutes Pollenangebot für die Windbestäubung und die Bestäubung durch Bienen.“ Die Bienen sind wertvolle Helfer für Bucher.

Der Apfelbauer freut sich auch über nistende Singvögel in seiner Obstplantage. Denn für die kleinen Vögel sind viele Baumschädlinge echte Leckerbissen. „Seit wir Hagelnetze zum Schutz der Pflanzen spannen, nisten sogar noch mehr Singvögel in den Apfelbäumen. Hier sind sie sicherer vor Raubvögeln. Und dann das große Nahrungsangebot! Das ist so eine Art Schlaraffenland für Meisen und Co ...“

ALDI inspiriert_Apfel_Traktor_420x560.jpg

Mäuseohren grüßen und der Sommerschnitt ruft

Im späten Frühjahr schieben sich dann feinzarte Blättchen aus den Knospen, die ein wenig an Mäuseohren erinnern, „deshalb heißt das auch Mausohrstadium“, erklärt der Fachmann. Und schon im Frühsommer, nach dem Abblühen, sind die ersten Äpfel zu erkennen. Ab jetzt müssen kleine Äpfel entfernt werden, damit die verbleibenden Baumfrüchte bis zur Ernte das handelsübliche Gewicht zwischen 150 und 200 Gramm erreichen. Im Juli und August macht sich Bucher an den Sommerschnitt. Er entfernt Äste und Blätter, damit jeder Apfel im Baum genügend Licht abbekommt. „So erhalten Sie mehr Farbe. Und mehr Farbe bedeutet bei meinen Äpfeln auch mehr Vitamine und Nährstoffe.“

ALDI inspiriert_Apfel_Netze_420x560.jpg

Im Herbst leuchten die Früchte

Der Herbst ist für Berthold Bucher die schönste Zeit des Jahres. Und das nicht nur, weil jetzt die Erntesaison beginnt. „Wenn sich der herbstliche Morgennebel lichtet, erlebt man ein unbeschreiblich schönes Farbenspiel auf den reifen Früchten und die Tautropfen glitzern im Sonnenlicht.“ In diesen Momenten empfindet Bucher stärker denn je, dass er seinen Traumberuf gefunden hat.

 

Die Unterstützung der Familie ist wichtig

Berthold Bucher ist sich sicher: „Ohne die Unterstützung und das Verständnis meiner Familie hätte ich meinen Traumberuf nie verwirklichen können! Meine Frau übernimmt zum Beispiel viel von der Büroarbeit, und die Betreuung der Saisonarbeiter liegt in ihren Händen.“ Auch die beiden erwachsenen Kinder der Buchers, die gerade auswärts studieren, fühlen sich so wohl auf dem heimischen Apfelhof, dass sie hier so viel Zeit wie möglich verbringen. „Das ist weiterhin ihr Lebensmittelpunkt.“

 

Der Bodensee sorgt für perfektes Apfelklima

In den Wintermonaten ist Berthold Bucher besonders froh darüber, dass die Region rund um den Bodensee für den Apfelanbau ideale Bedingungen bietet. Denn die große Wasserfläche sorgt dafür, dass in einem etwa 20 Kilometer breiten Landstreifen rund um den See sowohl Kälte- als auch Hitzeextreme abgedämpft werden. Dramatische Temperaturstürze von einem Tag auf den anderen sind hier deshalb auch sehr viel seltener als in anderen Apfelanbaugebieten. „Wenn die Bäume plötzlich einer Temperatur von 15 Grad minus ausgesetzt sind, kann das zu Rissen in der Rinde führen. Deshalb bin ich froh, dass extreme Temperaturschwankungen bei uns so selten sind.“

 

Naturschutz als Herzensangelegenheit

Weil die Natur ihm so viel gibt, möchte der Obstbauer auch etwas zurückgeben, deshalb investiert er in den Naturschutz. Berthold Bucher hat vor einigen Jahren Hochstammwiesen angelegt, auf denen die Bäume mit zunehmendem Alter zu einem äußerst begehrten Lebensraum für Spechte und andere Vögel werden – und bereits jetzt sind diese Apfelwiesen mit alten Sorten ein Tummelplatz für viele Insekten und Wildbienen. Auch die Wildblumenwiese, die Berthold Bucher jedes Jahr aussäht, zieht nützliche und schön anzusehende Insekten an. „Diesen Sommer riefen mich Anwohner an, weil Tausende von Zitronenfaltern die Blumenwiese anflogen. Die Leute wollten sich für den zauberhaften Anblick bedanken.“