Feine Gewürze

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In den kalten Monaten wärmt der Duft von Pfefferkuchen und Gewürzbrot die Seele. Doch Zimt, Nelken und Co. gewinnen auch herzhaften Speisen ganz neue Seiten ab.

Zimt

holzig­scharf

Um die Herkunft des beliebten Gewürzes rankten sich einst viele Mythen. Der griechische Historiker Herodot etwa glaubte, dass Zimt auf dem Grund von Seen gedeiht. Heute weiß man: Die bräunlichen Stangen werden aus der Rinde des Ceylon- oder Cassia-Zimtbaums gewonnen, der auf Sri Lanka bzw. in Indonesien und China heimisch ist.

Unser Tipp:

Deftigen Eintöpfen und Linsengerichten verleiht eine Prise Zimt eine orientalische Note.

Koriandersamen

pfeffrig­blumig

Ob Lebkuchen, Spekulatius oder Printen: Aus weihnachtlichen Backwaren ist das Gewürz aus dem Vorderen Orient nicht wegzudenken. Doch auch Schwarz- oder Mischbrot schmeckt mit gemahlenem Koriander herrlich pikant. Botanisch gesehen handelt es sich bei den „Samen“ übrigens um getrocknete Früchte.

Unser Tipp:

Am intensivsten entfaltet Koriandersaat ihr Aroma, wenn man sie anröstet und im Mörser zerstößt.

Anis

süß und leicht bitter

Der Name „Anis“ geht zurück auf die griechische Bezeichnung für „Dill“, mit dem die aus dem Mittelmeerraum stammende Anispflanze tatsächlich botanisch verwandt ist. Denn wie auch Koriander, Kümmel, Fenchel und Karotten zählt der Anis zur Familie der Doldenblütler. Geschmacklich hingegen ähnelt Anis den sternförmigen Früchten des tropischen Sternanis-baums – das ist aber nur Zufall.

Unser Tipp:

Das Lakritzaroma von gemahlenem Anis schenkt frisch gebackenem Brot besondere Würze.

Sternanis

süßlich­scharf

In der chinesischen Küche ist das aus den südostasiatischen Tropen stammende Gewürz gemeinsam mit Szechuanpfeffer, Zimt, Fenchel und Nelken Bestandteil des „Fünf-Gewürze-Pulvers“, mit dem etwa herzhafte Nudelsuppen verfeinert werden.

Unser Tipp:

Passt zu traditionellen Gerichten wie Sauer- oder Wildbraten, Gulasch und Rotkohl ebenso wie zu Pflaumenmus und Pudding.

Ingwer

scharf und frisch

Der chinesische Gelehrte Konfuzius erwähnte die vielseitige Knolle bereits um 500 vor Christus in seinen Aufzeichnungen. In der Küche vieler asiatischer Länder kommt Ingwer bis heute zum Einsatz. Ingwer verleiht jedoch nicht nur Currys, sondern auch Süßspeisen wie Milchreis eine dezente Schärfe.

Unser Tipp:

Für einen anregenden Tee ein daumengroßes Stück Ingwer in dünne Scheiben schneiden und mit kochendem Wasser übergießen. Dazu passt Honig.

Kardamom

süßlichscharf

Geschmacklich erinnert Kardamom an Eukalyptus. Im arabischen Raum kaut man die grünen Kapseln deshalb zur Erfrischung – oder verfeinert Kaffee mit ihren Samen.

Unser Tipp:

Zunächst die Kardamomsamen aus der Kapsel schälen, dann lassen sie sich im Mörser am leichtesten zerstoßen.

Vanille

aromatischsüß

Die „Königin der Gewürze“ wird aus Orchideenschoten gewonnen, die angefeuchtet wochenlang in einer Holzkiste gären bzw. fermentieren. Mit dem Mark im Inneren der Schoten lassen sich Süßspeisen aromatisieren, aber auch herzhafte Speisen wie eine Bolognese-Sauce angenehm abrunden.

Unser Tipp:

Zucker mit Vanillearoma kann man leicht selbst herstellen. Einfach die ausgekratzte Schote mit Zucker in ein luftdicht verschließbares Glas füllen, mischen und zwei Wochen ziehen lassen.

Gewürznelken

süßlichscharf

Mit den beliebten Schnittblumen haben Gewürznelken nichts zu tun: Die nagelförmigen, hocharomatischen Knospen gedeihen am Gewürznelkenbaum, der auf den Molukken – einer indonesischen Inselgruppe – heimisch ist.

Unser Tipp:

Gewürznelken eignen sich hervorragend zum Würzen von Punsch und pikanten Fleischmarinaden.

Muskatnuss

nussigwürzig

Ähnlich einer Esskastanie reift die aromatische, ursprünglich aus Südasien stammende Nuss im Kern einer fleischigen Frucht an haushohen Bäumen. Der unvergleichliche Muskatgeschmack passt nicht nur zu Gebäck, sondern auch sehr gut zu Eierspeisen, Karotten, Kartoffelpüree und Bohnengerichten.

Unser Tipp:

Da das Muskataroma schnell verfliegt, reibt man die Nuss am besten erst kurz vor dem Servieren über die Speisen.

Piment

würzigscharf

Die Azteken veredelten mit Piment das traditionelle Getränk „Xocolatl“, die Urform der heißen Schokolade. Die unreif geernteten und anschließend getrockneten Früchte – auch Nelkenpfeffer genannt – sind wegen ihrer dezenten Schärfe ideal für weihnachtliche Spezialitäten wie Lebkuchen oder Punsch.

Unser Tipp:

Zerstoßener oder gemahlener Piment ist die perfekte Ergänzung zu eingelegtem Gemüse.

Unser Tipp:

Obwohl Gewürze getrocknet gekauft werden, enthalten sie die ätherischen Öle, die für den intensiven Geschmack verantwortlich sind. Da beim Mahlen eine größere Oberfläche entsteht, über die das Öl entweichen kann, bewahrt man Zimtstangen, Muskatnüsse oder Kardamom am besten im Ganzen auf. Trocken, kühl und dunkel gelagert behalten sie ihr Aroma bis zu drei Jahren.