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Honigbienen: Warum sie unter den Insekten herausstechen

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Der Fleiß der Honigbienen ist sprichwörtlich, ihr Honig köstlich, ihr Wachs vielseitig. Doch auch für den Erhalt der Natur sind sie – wie ihre Verwandten, die Wildbienen – unentbehrlich. Lesen Sie hier unsere kleine Bienenkunde.

Honigbienen haben einen guten Ruf. Man denkt an süßen Honig und die vorwitzige Biene Maja aus dem Fernsehen. Der Fleiß der Bienen ist ebenso beeindruckend wie ihr Organisationstalent. Obwohl in einem Bienenstock bis zu 60.000 Bewohner – also ungefähr so viele, wie Offenburg, Rosenheim oder Weimar haben – auf engstem Raum zusammenleben, herrscht unter ihnen eine verblüffende Eintracht. Ob Bienenkönigin, Drohnen oder Arbeiterinnen – jedes Mitglied eines Bienenstaates weiß, was es zu tun hat (siehe rechts). Bei den Honigbienen, die man in der Natur von Blüte zu Blüte fliegen sieht, handelt es sich meistens um Arbeiterinnen unter den Honigbienen, die im Alter von drei Wochen ausschwirren, um Nektar und Pollen zu sammeln und Honig zu produzieren. Hier laufen sie zur Hochform auf: Als Sammlerin verlässt eine Biene ihren Stock ungefähr 40 Mal am Tag. Und für einen Liter Honig müssen etwa zehn Millionen Blüten angeflogen werden!

Die wilden Verwandten der Honigbienen

Weltweit gibt es mehr als 20.000 verschiedene Bienenarten, allein 560 leben in Deutschland. Doch viele Bienenarten sind bedroht – mit schwerwiegenden Folgen für Natur und Mensch. Denn Bienen liefern nicht nur leckeren Honig fürs Frühstücksbrötchen, sondern übernehmen eine wichtige Aufgabe in der Pflanzenwelt, die sie für den Menschen geradezu unentbehrlich macht. So können z. B. Äpfel, Spargel, Pfirsiche und Nüsse, aber auch viele Ölfrucht- und Futterpflanzen nur geerntet werden, weil Bienen die Pflanzen bestäuben. Was nur wenige wissen: Nicht nur die Honigbienen dienen dem Fortbestand und der Vielfalt der Pflanzen, sondern auch die vielen Wildbienen- und Hummelarten, deren Lebensräume in der modernen Welt zunehmend eingeschränkt werden. Die wilden Verwandten der Honigbiene beginnen schon sehr früh im Jahr mit dem Bestäuben. Manche Pflanzen können sogar nur von Wildbienen bestäubt werden. Doch auf landwirtschaftlich genutzten Feldern und Flächen finden sich oft vom Frühjahr bis zum Herbst keine Blüten. Die Folge: Nahrungsmangel. Mehr als die Hälfte aller Wildbienen steht schon auf der sogenannten Roten Liste der Arten, die gefährdet oder gar vom Aussterben bedroht sind.

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Aufgeräumte Landschaften

Wildbienen werden im Gegensatz zu Honigbienen nicht von einem Imker betreut. Viele Arten wie beispielsweise die Hummeln leben nur in kleinen Gemeinschaften oder sind Einzelgänger. Wo Honigbienen einen Radius von mehreren Kilometern anfliegen, reicht der von Wildbienen häufig nur wenige Hundert Meter weit. Vor allem der Mangel an geeigneten Nistmöglichkeiten macht Wildbienen das Überleben in unseren aufgeräumten Landschaften schwer. Doch hier kann der Mensch behilflich sein: Blumen und Pflanzen auf Balkon oder Fensterbrett sorgen für Nahrung, ein Insektenhotel für Nist- und Schlafplätze.

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Das Insektenhotel

In den verschieden großen Bohrlöchern, Röhrchen und Nischen finden unterschiedliche Wildbienen und weitere Nützlinge einen Nistplatz oder Unterschlupf. Das Insektenhotel sollte etwa 1,5 bis 2 Meter über dem Boden an einem sonnigen, regen- und windgeschützten Ort platziert und das ganze Jahr über möglichst nicht wegbewegt werden, da es auch im Winter bewohnt ist.

Kleine Bienenkunde

Die Königin
Die erste Biene im Staat der Honigbienen erkennt man an ihrem langen Hinterleib und den kurzen Flügeln. Sie verlässt den Stock nur zur Paarung (Bienenhochzeit). Anschließend legt sie rund 2000 Eier am Tag. Sie besitzt einen Stachel, setzt ihn aber nur gegen Rivalinnen ein.

Die Arbeiterin
Sammlerin, Honigproduzentin, Wabenbauerin, Wächterin und Brutpflegerin – die Töchter der Königin sind Mädchen für alles. Ihren Giftstachel benutzen sie nur in Abwehrsituationen. Der Stich ist für die Honigbiene selbst meist tödlich.

Der Drohn
Die männliche Honigbiene ist meist etwas größer und gedrungener. Acht bis zwölf Tage nach dem Schlüpfen schwärmen die Drohnen aus, um sich mit Königinnen anderer Bienenvölker zu paaren. Drohnen haben keinen Stachel.

Bienen helfen beim Bestäuben

Honigbienen erledigen ihre vielleicht wichtigste Aufgabe, das Bestäuben von Pflanzen, quasi nebenbei. Auf ihrer Suche nach Nektar und Pollen fliegen sie von Blüte zu Blüte. Und jedes Mal, wenn die Biene eine Blüte anfliegt, verfängt sich an ihrem pelzigen Körper etwas Blütenstaub, mit dessen Hilfe sich viele Pflanzen fortpflanzen. Wird nun von der Biene am Fruchtstempel der nächsten Blüte etwas Blütenstaub abgestreift, erfolgt die Bestäubung. Somit leistet die Biene einen wichtigen Anteil zum Fortbestand der Pflanzenwelt.

Edle Süße aus der Wabe der Honigbiene

Honig ist ein wertvolles und vielseitiges Naturprodukt.

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Kein Wunder, dass bereits die Steinzeitmenschen Honig auf dem Speisezettel hatten. Das Naturprodukt ist nicht nur herrlich süß, sondern auch besonders gehaltvoll. Ein einfacher Joghurt wird mit einem Klacks davon zum vollwertigen Dessert, und schon ein Löffel Honig verleiht der Salatsauce, aber auch herzhaftem Käse den besonderen Clou. Im Rührkuchen ersetzt ein Löffel voll die doppelte Menge an Zucker, und auch Mohrrüben oder grüner Spargel lassen sich geschmacklich raffiniert mit etwas Honig karamellisieren. Die Fleischmarinade wird mit Honig verfeinert und auch in Hautpflegemitteln kommt das reichhaltige Bienenerzeugnis zum Einsatz.

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Geschmacksvarianten

Honig gibt es in vielen Sorten, die sich optisch stark unterscheiden: Mal ist er goldgelb, ein anderes Mal milchig-weiß oder braun. All das sind keine Qualitätsmerkmale, sondern Spielarten der Natur. Das Aussehen richtet sich nämlich im Wesentlichen danach, welche Pflanzen ein Bienenvolk ansteuert. Helle Honig-sorten sind meist milder, dunkle oft kräftiger und etwas herber im Geschmack. Doch auch nachträglich kann das Aroma verändert werden: Erwärmt man Honig gemeinsam mit Orangenschalen, so nimmt er etwas von deren bitter-fruchtigem Aroma an, auch eine im Honig erwärmte Chilischote, ein Lavendelzweig oder eine Messerspitze Zimt verleihen dem Bienenerzeugnis eine interessante Geschmacksnote. Wichtig ist hierbei, dass der Honig nur wenige Minuten erwärmt wird und keinesfalls kochen darf. Danach wird der verfeinerte Honig in ausgekochte Einmachgläser gefüllt.

Blütenhonig
entsteht aus Blütennektar. Der Honiggeschmack ist abhängig von den aufgesuchten Pflanzen.

Honigtau- oder Waldhonig
sammeln die Bienen von Bäumen. Der Honig ist eher dunkel und kräftig im Geschmack.

Sommerhonig
wird aus dem Nektar verschiedener Wald- und Wiesenblüten gewonnen und ist lieblich im Geschmack.

Sortenrein sind Honige, wenn die Bienenernte mindestens zu 60 Prozent aus einer Pflanzenart stammt.

Mischhonig wird aus verschiedensten Blütenmischungen gewonnen. So entstehen interessante Geschmacksrichtungen.

Unser Tipp:

Obwohl Honig fast unbegrenzt haltbar ist, besitzt er licht- und wärmeempfindliche Bestandteile. Er sollte deshalb kühl und dunkel gelagert werden. Zuckert der Honig aus, ist dies kein Qualitätsverlust, sondern die natürliche Kristallisation des Traubenzuckeranteils, die nach einer gewissen Zeit eintritt. Um den Honig wieder geschmeidiger zu machen, erwärmt man ihn im Wasserbad bei etwa 40 Grad.